"Alte Sprachen fördern die Persönlichkeitsentwicklung"

Die Sieger im 21. Landeswettbewerb Alte Sprachen stehen fest: Die fünf bestqualifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Georg Starke (Wilhelmsgymnasium München), Christopher Rudoll (Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien), Julian Kahler (Gymnasium Christianum-Ernestinum Bayreuth), Angela Osthoff (Wirsberg-Gymnasium Würzburg) und Paul Gerhard (Frobenius-Gymnasium Hammelburg), werden aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen im Landeswettbewerb Alte Sprachen in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Ihr Studium kann so unter denkbar besten Vorzeichen beginnen.

02.04.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle gratulierte den Siegern in einem persönlichen Schreiben. Er betonte das von Ihnen in den Prüfungen gezeigte hohe Niveau und die große Bedeutung der alten Sprachen zur Entwicklung des persönlichen Wertebewusstseins: "Wesentliche Leistung der Alten Sprachen ist die Vermittlung der gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas. Auch deshalb besitzen die alten Sprachen noch im 21. Jahrhundert ungebrochene Aktualität. Sich mit den Texten antiker Schriftsteller auseinanderzusetzen bedeutet auch, über eigene Wertmaßstäbe nachzudenken."

In der ersten Runde des Landeswettbewerbs Alte Sprachen haben etwa 300 Schülerinnen und Schüler aus lateinischen und griechischen Leistungskursen in ganz Bayern teilgenommen. Sie haben an schwierigen Übersetzungstexten und kniffligen Aufgaben nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Findigkeit und Einfallsreichtum unter Beweis gestellt. Die 50 Besten hatten in der zweiten Runde verschiedene Hausarbeitsthemen zur Auswahl. So sollten sie z. B. den Wahlkampf im alten Rom mit modernen Wahlkampfstrategien vergleichen. Anhand ausgesuchter Passagen aus den Tragödien des Euripides sollten sie Stellung nehmen zum Vorwurf der Frauenfeindlichkeit, der seit der Antike immer wieder gegen den Dichter geäußert wurde. Im letzten Durchgang wurden die verbliebenen zehn Kandidaten zu einem Kolloquium in das Bayerische Kultusministerium eingeladen und beeindruckten durch ihr breites Wissen und ihre selbständige Auseinandersetzung mit antiken Themen.

Die Studienwünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Endrunde sind breit gefächert und reichen von Medizin und Psychologie über Vergleichende und Allgemeine Literaturwissenschaft bis zu Luft- und Raumfahrtechnik.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden