GEW M-V

Arbeit für Jugend- und Schulsozialarbeiter/innen absichern – Fachkräfte gut bezahlen!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert anlässlich des 3. Kinder- und Jugendhilfekongresses am 30. und 31. Mai 2013 in Rostock eine klare langfristige Absicherung der Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit in Mecklenburg-Vorpommern.

30.05.2013 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern

"Die Begleitung von Kindern und Jugendlichen in allen Lebensbereichen durch professionelle SozialarbeiterInnen leistet einen erheblichen positiven Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände von Jugendlichen in unserer Gesellschaft", stellt Annett Lindner, Landesvorsitzende der GEW, fest.

"Wir müssen leider erkennen, dass Kinder- und Jugendarbeit schnell zum finanzpolitischen Steinbruch wird, wenn es darum geht, dass Kommunen dies nicht mehr leisten können, oder dass das Land die Finanzierung von Jugendverbänden kürzt. Wir brauchen deshalb künftig dringend eine gesicherte Finanzierung der Jugendarbeit", so die GEW-Vorsitzende weiter. "Aus gewerkschaftlicher Sicht ist es außerdem unerlässlich, dass die Fachkräfte gut und fair bezahlt werden. Hier müssen Förderkriterien geändert und tarifliche Normen umgesetzt werden". So schreibt das Land in der Schulsozialarbeit lediglich vor, dass Fachkräfte mindestens 80 Prozent des tariflichen Entgelts erhalten sollen. Dieses Abweichen vom Tarifvertrag berge die Gefahr, dass die Leistung der ArbeitnehmerInnen weiterhin unterbezahlt bleibt. Gleichzeitig sei man damit in Zeiten des Fachkräftemangels nicht wettbewerbsfähig. Den Antrag der Fraktionen von SPD und CDU in der heutigen Landtagssitzung wertet die GEW als einen richtigen Schritt. Die weitere Verstetigung der Förderung der Jugend- und Schulsozialarbeit sei richtig. Deshalb sei es nun gut, dass der Landtag sich mit dieser Thematik eingehender beschäftigt. Die dafür eingeplanten Mittel sollen dem Europäischen Sozialfonds sowie dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes entnommen werden. Ein Weiterdenken auch über das Ende der Förderperioden hinaus ist deshalb zwingend notwendig und müsse schon heute beginnen, ergänzt die Gewerkschafterin.


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