Arbeitsraum und Pausenraum in einem: Das Lehrerzimmer

Dass das Lehrerzimmer für Schülerinnen und Schüler absolut tabu ist, kennen die meisten wohl noch aus ihrer eigenen Schulzeit. Der geheimnisvolle Raum war sagenumwoben.

30.11.2016 Pressemeldung gaerner GmbH
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Man stellte sich vor, wie die Lehrkräfte hier abends wilde Partys feierten, sich den Kaffee von einer Modelleisenbahn an den Tisch bringen ließen und die nächsten Klassenarbeiten nicht nur offen herumlagen, sondern tatsächlich gemeinsam geplant würden. Alles Unfug, natürlich. Das Lehrerzimmer ist Arbeitsraum und Pausenraum, hier müssen in Freistunden Klausuren konzipiert und korrigiert, Arbeitsblätter kopiert sowie Unterrichtssequenzen geplant werden. Lehrerkonferenzen finden hier oft genug statt, fachliche Besprechungen und mehr. Außerdem benötigen Lehrkräfte in den wenigen Pausen im Schulalltag auch etwas Ruhe: Die finden sie bei Kaffee und Keksen in einem angenehm gestalteten, kinderfreien Raum.

Das gehört in ein gut eingerichtetes Lehrerzimmer

Ein kahler Raum mit einem Computerarbeitsplatz, einer schmuddeligen Kaffeeecke und zwei großen Tischen ist natürlich nicht unbedingt der Erholung dienlich. Lehrerzimmer sind heutzutage modern eingerichtet:

  • Eine kleine Küchenzeile ermöglicht es, mitgebrachtes Essen im Kühlschrank zu lagern, Kaffee zu kochen, vielleicht in einer Mikrowelle Speisen zu erwärmen und natürlich das Geschirr abzuspülen.
  • Einige wenige Computerarbeitsplätze sind oft genug vorhanden, aber das durchschnittliche Lehrerzimmer sollte auch mit WLAN ausgestattet sein. So können Lehrkräfte an ihrem eigenen Tablet oder Laptop arbeiten, ohne sich über veraltete Technik oder nicht vorhandene Software zu ärgern. Ein Drucker, der kabellos funktioniert, gehört natürlich auch dazu.
  • Die Tische im Lehrerzimmer sollten in kleinen Gruppen oder Inseln angeordnet sein, so dass die Sitzordnung während des Schuljahres zwar statisch sein kann, aber bei Bedarf auch flexibel werden darf. Das fördert eine angenehme Zusammenarbeit.
  • Eine lockere Sitzgruppe ohne feste Sitzordnung gehört dazu. Hier darf der kollegiale wie auch private Austausch gepflegt werden.
  • Regale mit Stauraum sorgen dafür, dass Lehrkräfte die immer wieder im Schulalltag benötigten Materialien übersichtlich lagern können und nehmen Gewicht aus der Arbeitstasche. Feste Einteilungen nach Namen und Fächern sorgen für die nötige Ordnung.
  • Sogenannte Postfächer ermöglichen den einfachen schriftlichen Austausch unter Kollegen und Kolleginnen. Hier können auch Mitteilungen von Schülerinnen und Schülern abgelegt werden. Ein Briefkasten eben, nur größer und am Arbeitsplatz. Und natürlich gilt auch hier, dass die Privatsphäre unbedingt bewahrt sein sollte.

Lehrerzimmer sind längst nicht mehr in den langweiligen, gedeckten Farben der Schulgebäude eingerichtet, und nur sehr selten herrschen Linoleum und gestrichene Wände vor. Teppichböden, Bastmatten, Stuhlkissen, bunte Gardinen und Bilder an den Wänden sorgen für eine warme Atmosphäre, die Erholung in den viel zu kurzen Pausen möglich macht. Ein paar Grünpflanzen mit möglichst vielen Blättern halten die Luft rein. Und wenn es ganz luxuriös kommt, plätschert nahe der Sitzgruppe ein kleiner Zimmerbrunnen vor sich hin.

Respektvoller Umgang und ein gepflegtes Erscheinungsbild

Kollegen und Kolleginnen sollten sich gegenseitig wertschätzen und respektvoll miteinander umgehen. Obwohl das Lehrerzimmer als eine Art halbprivater Rückzugsraum durchaus ein Ort ist, an dem auch mal Kraftausdrücke fallen dürfen, sollte der Umgang der Lehrkräfte untereinander eher von flachen Hierarchien und gegenseitiger Achtung geprägt sein. Eine Verteidigung der Hackordnung hilft niemandem. Immerhin arbeitet man gemeinsam an einem hohen Ziel: Lehrkräfte sollen gemeinsam junge Menschen bilden und auf die Gesellschaft vorbereiten. Das erfordert ein Minimum an Zusammenarbeit, gegenseitigem Verständnis, Hilfestellungen untereinander und natürlich ein gepflegtes Äußeres. Es ist nichts gegen Heavy Metal Fans, Liebhaber von Holzfällerhemden und Altpunks einzuwenden - solange die Kleidung der Arbeit angemessen ist und eine grundsätzlich körperliche Hygiene eingehalten wird. Im Lehrerzimmer sollte es weder nach Rockerkneipe und nassem Hund, noch nach Parfümerie riechen.

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