Baden-Württembergische Schulen im WM-Fieber
Die Astrid-Lindgren-Schule in Ulm vertritt die Farben von Paraguay, die Realschule Feuerbach ist Botschafter für die Türkei: 19 Schulen in Baden-Württemberg beteiligen sich an dem Projekt zur Fußballweltmeisterschaft 2006 "WM Schulen - Fair Play for Fair Life". Kultusstaatssekretär Helmut Rau gab im Beisein der Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Uschi Eid, am heutigen Freitag (15. April) den Startschuss für die Auftaktveranstaltung in Baden-Württemberg. Das BMZ und der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, sind Schirmherren des Projekts. Projektpartner sind die Stiftung Jugendfußball, Brot für die Welt, die Brandenburgische Sportjugend sowie das Institut für Friedenspädagogik.
15.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie "WM Schulen" lernen ihr Partnerland im Unterricht kennen, vertreten es als Botschafter in der Öffentlichkeit und spielen unter der Flagge ihres Landes um einen eigenen WM-Titel. Die Schülerinnen und Schüler füllen so den offiziellen WM-Slogan "Die Welt zu Gast bei Freunden" mit Leben. Insgesamt vertreten 204 Schulen im ganzen Bundesgebiet sowie eine Grundschule in Südafrika je eines der 205 Länder des Weltfußballverbands FIFA. Im November 2004 wurde das Projekt in Berlin gestartet.
Den baden-württembergischen Schulen wurden Partnerländer aus allen fünf Kontinenten zugelost, von Dänemark über Dschibuti bis zu dem Himalaja-Staat Bhutan.
Mit 19 Schulen ist Baden-Württemberg in dem bundesweiten Projekt prominent vertreten. "Das runde Leder verbindet Menschen über Generationen- und Ländergrenzen hinweg", betonte Staatssekretär Rau. Fußball sei wie eine gemeinsame Sprache, "die an jedem Ort der Welt verstanden wird und vor allem Kinder und Jugendliche zusammenbringt". Der Staatssekretär wünschte den Schülerinnen und Schülern gute Spiele und Erfolg auf dem Weg in das WM-Schulfinale, das im Juni 2006 in Potsdam stattfindet. Das FIFA-Land Deutschland wird von einer Schule in Südafrika vertreten: Der Grundschule Pula Difate aus einem Township bei Pretoria. Ein Team der Grundschule wird zum WM-Schulfinale nach Potsdam reisen.
In den nächsten anderthalb Jahren werden die Teilnehmer des WM-Schulprojekts erfahren, wie wichtig es ist, fair und partnerschaftlich miteinander umzugehen. "Fußball bietet die Gelegenheit, über den Tellerrand hinauszublicken. Der Blick für die eine Welt wird geschärft", so der Kultusstaatssekretär. Warum ohne Teamgeist nichts geht, was Fair Play im Alltag und in der Weltpolitik heißt, wie Konflikte friedlich gelöst werden können - die Schülerinnen und Schüler lernen vom Fußball fürs Leben. Anhand spezieller Unterrichtsmaterialien beschäftigen sich die Klassen mit dem Leitsatz "Fair Play for Fair Life". Genauso wichtig wie die Theorie ist der Spaß am Kicken. Für das große WM-Schulfinale im Juni 2006 in Potsdam können sich 32 Schulen qualifizieren. Die Schulteams werden aus den 5. und 6. Klassen zusammengestellt. Die Mädchen und Jungen spielen nach der Methode "Straßenfußball für Toleranz". Dabei legen die Spieler die Regeln gemeinsam fest. Tore der Jungen zählen nur, wenn auch ein Mädchen einen Treffer erzielt. Am Ende gibt es Fairness-Punkte.
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