Bayerns Schulleitungen arbeiten bereits am Limit
Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat es als "unerträglich" bezeichnet, Schulleitungen weiter zu belasten. Nach den Vorstellungen des Kultusministeriums sollen sie jetzt auch noch anfallende fachliche und organisatorische Aufgaben übernehmen, wenn eine Schule offene Ganztagsangebote beantragen will. Bislang fiel das in die Zuständigkeit der Kommunen. Für die Schulleitungen bedeutet dies, mit einer Fülle zusätzlicher neuer Aufgaben konfrontiert zu werden.
19.05.2009 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V."Die Arbeitsbedingungen der rund 5500 Schulleiterinnen und -leiter an Bayerns Schulen sind aber schon jetzt miserabel", betonte Wenzel. "Viele arbeiten bereits am Limit, weil die Aufgabenfülle immens und kaum noch zu bewältigen ist." Das Hauptproblem liegt in der Unterrichtsverpflichtung und der wenigen Zeit, die den Schulleiterinnen und -leitern für die Führung des Schulbetriebs zur Verfügung gestellt wird. Viele haben das Gefühl, keiner Aufgabe wirklich gerecht werden zu können - zumal die Aufgabenfülle in den vergangenen Jahren aufgrund überbordender Bürokratie und zahlreicher Reformen geradezu explodiert ist. Ihr Wunsch ist es, Schule vor Ort gestalten zu können, dafür brauchen sie ausreichende Leitungszeit und echte Verantwortlichkeit.
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