BEV fordert Kultusministerium zum Umdenken auf

Der Bayerische Elternverband appelliert an Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, bei der Schulentwicklung auf dem Land endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Die noch ausstehenden Kriterien für die von der Koalition beschlossene Kooperationsschule müssten so formuliert werden, dass Anträge auf Modellschulen, die dem Ministerium bereits vorliegen, darunter fallen. 76 bayerische Gemeinden haben seit 2006 Anträge auf regionale Modellschulen gestellt, in denen sie einen Realschulabschluss an ihrer Schule fordern. Viele Schulen hätten sonst nicht den Ansatz einer Chance zum Überleben.

05.03.2009 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Den Elternvertretern ist es unbegreiflich, dass die bayerische Staatsregierung einerseits an der Vielgliedrigkeit des weiß-blauen Schulsystems festhält, andererseits an vielen Schulen den Schülern den Weg versperrt, wohnortnah so gefördert zu werden, dass sie einen höheren Abschluss erwerben.

Im Koalitionsvertrag haben CSU und FDP Bildungsgerechtigkeit als wesentliches Element der Chancengleichheit definiert. Die Realität sehe leider anders aus. "Die Behauptung des Kultusministers, der M-Abschluss an den an Schülerschwund leidenden Hauptschulen würde dieselben Chancen eröffnen wie ein Realschulabschluss, geht an der Realität vorbei. Die Wirtschaft nimmt lieber Realschüler, und für die Fachoberschule sind die M-Schüler nicht fit genug", sagt Ulrike Stautner, stellvertretende Vorsitzende des BEV. "Alle anderen Aussagen sind Augenwischerei auf Kosten von Schülern und Eltern".


Der BEV ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.


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