Agenda 2030

Bildung für alle – Bundesregierung setzt Bildungsziele um

(pm) "Bildung für alle" – auf dieses Nachhaltigkeitsziel hat sich die Weltgemeinschaft im September 2015 geeinigt. Bis 2030 soll jeder Mensch Zugang zu Bildung haben.

04.11.2015 Artikel

"Bildung schafft Perspektiven vor Ort", betonte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, am Dienstag auf einer Veranstaltung der Globalen Bildungskampagne und des Bündnis ZukunftsBildung. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft diskutierte er, wie das Ziel "Bildung für alle" konkret umgesetzt werden kann.

"Bildung ist ein Motor für Entwicklung. Menschen ohne berufliche Perspektive erhoffen sich bessere Chancen in einem anderen Land und migrieren. Wir fördern Bildung, damit die Menschen in ihrer Heimat gute Berufs- und damit Zukunftschancen haben", so Thomas Silberhorn.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit baut oder renoviert zum Beispiel Schulen. Vor allem Mädchen profitieren von einem dichteren Schulnetz. Deutschland unterstützt außerdem die Afrikanische Union beim Aufbau einer Panafrikanischen Universität und fördert die Ausbildung von Journalisten. Außerdem unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Initiativen, die von den Vereinten Nationen besonders ausgezeichnet wurden. Lehrerinnen und Lehrer sind der wichtigste Faktor, um das Lernen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu befördern. Sie müssen jedoch adäquat gewonnen, gut ausgebildet, professionell qualifiziert und motiviert sein. Alle großen Programme des BMZ in der Bildung, zum Beispiel in Mosambik, Malawi oder Honduras beinhalten auch zukünftig die Förderung von Lehrkräften. In Malawi konnten durch deutsche Unterstützung bereits 9.000 Lehramtsstudierende von der verbesserten zweijährigen Lehramtsausbildung profitieren.

59 Millionen Kindern im Primarschulalter bleibt noch heute das Menschenrecht auf Bildung verwehrt. 65 Millionen Kinder und Jugendliche im Sekundarschulalter besuchen keine Schule. Dazu zählen vor allem Kinder mit Behinderungen, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder aus indigenen Bevölkerungsgruppen und Flüchtlingskinder.


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