Bildungsministerium stellt klar: Vertretungsfonds stand 2005 in voller Höhe für Unterrichtsausfall zur Verfügung

Die im Haushaltsplan 2005 veranschlagten 12,1 Millionen Euro für den Vertretungsfonds standen in voller Höhe für Unterrichtsausfall zur Verfügung, waren zu keinem Zeitpunkt gesperrt und sind auch in voller Höhe für diesen Zweck ausgegeben worden. Die globalen Minderausgaben wurden lediglich aus haushaltstechnischen Gründen bei diesem Titel nachgewiesen, weil sie im Personalbereich erbracht werden konnten. Die Vorwürfe des FDP-Landtagsabgeordneten Ekkehard Klug in seiner Pressemitteilung stimmen nicht, teilte das Bildungsministerium heute (16. Februar 2006) mit.

17.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Der Vertretungsfonds insgesamt wurde mit 12,1 Millionen Euro angesetzt. Im Vollzug wurden im Jahr 2005 insgesamt 12,2 Millionen Euro für Unterrichtsvertretung an allen Schularten ausgegeben. Davon 9,8 Millionen Euro für Personal, das erstmals einen Vertrag als Vertretungskraft erhalten hat, im Vertretungsfonds. Darüber hinaus wurden weitere 2,4 Millionen Euro für die Aufstockung von Verträgen schon bereits im Schuldienst tätiger Lehrkräfte ausgegeben Diese haben sich bereit erklärt, Vertretungsunterricht zu übernehmen. Dieses Geld wurde dem "normalen" Personalbudget für Lehrer zugerechnet. Beide Haushaltsbereiche sind deckungsfähig. Die leichte Überschreitung des Ansatzes für Unterrichtsausfall konnte im Bereich "Erstattung für Unterricht durch Dritte" gedeckt werden, der nicht voll in Anspruch genommen wurde.

Die Summe für Unterrichtsausfall in Grundschulen und Hauptschulen im Ansatz betrug 7,5 Millionen Euro. Im Vollzug wurden im Jahr 2005 dort insgesamt 6,8 Millionen Euro ausgegeben. Davon 5 Millionen für Personal im Vertretungsfonds und weitere 1,8 Millionen Euro im Personalbudget für die Aufstockung von Verträgen bereits im Schuldienst tätiger Lehrkräfte. Die Minderausgaben (rund 660.000 Euro) gegenüber dem Ansatz wurden für einen zusätzlichen Bedarf von Vertretungsunterricht an Sonderschulen und Realschulen verwendet.

Die Landesregierung steht zu ihrer Zusage, die Mittel im Vertretungsfonds vollständig zur Reduzierung des Unterrichtsausfall zu verwenden. Die erst vor kurzem vorgestellte Bilanz der Initiative "Jede Stunde zählt" beweist, dass durch diese Mittel und dem Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer der Unterrichtsausfall an den schleswig-holsteinischen Schulen massiv verringert werden konnte. Insgesamt fielen in allen Schularten im Schuljahr 2004/05 nur noch 2,3 Prozent der Unterrichtsstunden aus, im Vorjahr waren es noch 2,6 Prozent und 2001/02 noch 5,2 Prozent.

Der Hinweise von Herrn Klug, dies geschehe vorwiegend durch die Betreuung mehrerer Klassen durch einen Lehrer stimmt nicht. Es ist ein Instrument unter vielen. In der Tat wird auch dieses Modell von Schulen gewählt, weil diese Eigenlernzeiten pädagogisch sinnvoll sind, um junge Menschen dabei zu unterstützen, selbständig zu lernen und zu arbeiten.


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