BLLV begrüßt Konzept Migration und Integration
Der Präsident de Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat das heute im Ministerrat von Kultusminister Ludwig Spaenle vorgestellte Konzept "Migration und Integration" ausdrücklich begrüßt.
17.03.2009 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V."Wir freuen uns vor allem darüber, dass das Kultusministerium unseren Vorstellungen und Ideen zur Ausweitung des Islamunterrichts an bayerischen Schulen gefolgt ist", betonte er. Danach sollen muslimische Kinder an öffentlichen Schulen in deutscher Sprache und unter staatlicher Aufsicht in ihrer Religion unterrichtet werden. "Die zugesagte finanzielle Unterstützung lässt erkennen, dass die Politik die Dringlichkeit dieses wichtigen Anliegens erkannt hat und Taten folgen können." Auch Spaenles Ankündigung, Kindern aus zugewanderten Familien das Lernen in kleineren Klassen zu ermöglichen, wird vom BLLV "voll und ganz unterstützt", sagte Wenzel.
Aus Sicht des BLLV haben muslimische Schülerinnen und Schüler Anspruch auf einen ordentlichen Religionsunterricht. An allen öffentlichen Schulen sollte daher analog zur den christlichen Konfessionen islamischer Religionsunterricht angeboten werden. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Der Unterricht muss mit den Vorgaben des Grundgesetzes und der Verfassung des Freistaates Bayern korrespondieren, er ist außerdem in deutscher Sprache abzuhalten und wird von qualifizierten Lehrkräften mit staatlicher Lehrbefähigung erteilt. Die Lehrkräfte müssen für diesen Unterricht an deutschen Universitäten im Rahmen des Lehramtsstudiums ausgebildet sein. Der Unterricht obliegt der staatlichen Schulaufsicht und orientiert sich an speziell entwickelten Fachlehrplänen.
Als größtes Problem bezeichnete Wenzel allerdings den Mangel an geeigneten Lehrkräften: "Solange der Lehrerberuf nicht attraktiver, die Lern- und Arbeitsbedingungen nicht besser und das Image nicht angehoben wird, bleibt es problematisch, überhaupt qualifizierten Nachwuchs zu finden. Wie in vielen anderen schul- und bildungspolitischen Bereichen ist auch hier die Gefahr groß, dass dringend notwendige Reformen nicht umgesetzt werden können, weil das dafür erforderliche Personal fehlt."
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