Der Druck wächst

(bikl) Leistungsdruck ist für Eltern schulpflichtiger Kinder ein wachsendes Problem. Bundesweit sagten 61 Prozent der befragten Eltern, dass nach ihrer Einschätzung der Leistungsdruck in den letzten zehn Jahren an den deutschen Schulen weiter angestiegen sei.

12.10.2004 Artikel

Lediglich 18 Prozent empfanden, dass der Druck nachgelassen habe. Weitere Ergebnisse der repräsentativen Studie, die heute bekannt gegeben wurden: Eltern in den alten Bundesländern empfinden mit 63 Prozent die gestiegenen schulischen Anforderungen an ihre Kinder offenbar stärker als Eltern in den neuen Bundesländern. Hier sind es 56 Prozent. Spitzenreiter insgesamt ist Bayern: 75 Prozent der befragten Eltern gaben hier verschärften Leistungsdruck an.

Als Hauptgrund für die nach ihrer Ansicht gestiegenen Erwartungen nannten die befragten Eltern an erster Stelle die gestiegenen Anforderungen am Arbeitsmarkt (93 Prozent). Auf Platz zwei folgt mit 72 Prozent die Einschätzung, dass der Lernstoff immer schwieriger werde. Viele Eltern betrachten ihr eigenes Verhalten aber auch selbstkritisch: 60 Prozent glauben nämlich, dass sie selbst mit ihren hohen Anforderungen den Druck auf die Kinder verstärken. Und 49 Prozent sind der Ansicht, dass sich ihre Kinder selbst unter Druck setzen. Eine Verantwortung der Lehrer sehen dagegen nur 23 Prozent.

Die Studie wurde von Emnid im Auftrag der Schülerhilfe durchgeführt.


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