Die europäische Dimension in der Schule
Bei einem Treffen von Kultusminster Henry Tesch mit EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering heute, am 28. März 2007 in Brüssel, informierte Minister Tesch den EU-Politiker über europapolitische Akzente, die Mecklenburg-Vorpommern in Bildung und Wissenschaft setzt und setzen will.
28.03.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernDabei verwies der Minister auf die große Resonanz, die der EU-Projekttag 2007 am 22. Januar in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns gefunden hat. Daran haben sich insgesamt 99 Schulen aus dem Land mit verschiedensten Aktionen rund um das Thema EU beteiligt - angesichts der Tatsache, dass es bundesweit 700 Schulen waren, eine überproportional starke Beteiligung.
"Das macht deutlich, wie aufgeschlossen und interessiert auch schon die jungen Mecklenburger und Vorpommern sich dem Thema Europa widmen - eine Tatsache, die sicherlich auch dem Umstand zu verdanken ist, dass wir uns als Grenzregion zu Polen und durch unsere besonderen Beziehungen zu den baltischen und skandinavischen Ländern schon seit Jahren intensiv und unmittelbar mit dieser Thematik auseinander setzen", so Kultusminister Tesch.
Für dieses Engagement in Mecklenburg-Vorpommern fand Parlamentspräsident Pöttering würdigende Worte.
Minister Tesch verwies darauf, dass bereits 24 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern den Titel "Europaschule" tragen, drei weitere haben den Titel beantragt. An Schul- und Fremdsprachenprojekten der Aktion COMENIUS1 im Rahmen des SOKRATES-Programms, dass sich als EU-Aktionsprogramm speziell dem lebenslangen Lernen widmet, nehmen insgesamt 19 Schulen teil.
217 Schulen pflegen bilaterale Schulpartnerschaften mit europäischen Schulen, wobei Polen, Schweden, Frankreich und Dänemark die Schwerpunktländer sind (156 Schulen). EU-Parlamentspräsident Pöttering zeigte großes Interesse, insbesondere deutsch-polnische Bildungsprojekte in Mecklenburg-Vorpommern kennen zu lernen.
Außerdem informierte Minister Tesch Parlamentspräsident Pöttering über den Stand der Fusionsforschung in Mecklenburg-Vorpommern, die auch durch die EU über das EURATOM-Programm unterstützt wird. Dabei verwies Minister Tesch darauf, dass der Energieforschungsbereich angesichts der anstehenden globalen Klimaprobleme weiter intensiviert werden müsse. Das vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) im Teilinstitut Greifswald entwickelte Stelleratorexperiment Wendelstein 7-X erweise sich schon jetzt als sehr viel versprechend und bedürfe weiterer großer Unterstützung. Parlamentspräsident Pöttering bestärkte Minister Tesch in seiner Auffassung, sich hier weiter aufgeschlossen und interessiert zu zeigen.
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