Saarland

Diskussion um französische Bildungsreform an Mittelschulen

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hält die Reformpläne im französischen Schulsystem für problematisch. Sie teilt die Bedenken führender französischer Politiker, darunter auch die des ehemaligen Premierministers Jean-Marc Ayrault, dass dadurch die Verbreitung des Deutschunterrichts an den Mittelschulen des Landes stark zurückgehen werde.

23.04.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Darüber habe sie auch bereits mit dem neuen Bevollmächtigten für die deutsch-französischen kulturellen Beziehungen, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gesprochen, der sich in dieser Angelegenheit schriftlich an die französische Regierung gewandt habe.

Mit den jetzt bekannt gewordenen Plänen laufe Frankreich Gefahr, von den gemeinsamen Maßnahmen zur Förderung der Partnersprache abzurücken, wie sie im Saarbrücker Sprachenplan von 2004 vereinbart worden waren.

Nach Auffassung der saarländischen Ministerpräsidentin darf das Erlernen der Nachbarsprache nicht zu einer "Einbahnstraße" werden. Gerade hier in der Grenzregion zeige sich wie wichtig es ist, die Sprache des Nachbarn zu verstehen. "Mit der Frankreich-Strategie im Saarland und der Deutschland-Strategie in Lothringen versuchen die beiden Grenzregionen das Erlernen der jeweiligen Nachbarsprache zu fördern und auszubauen. Diese "Mehrsprachigkeits-Strategie" ist eine bewusste politische Entscheidung, um die Zukunft unserer Region im Herzen Europas gemeinsam positiv gestalten zu können", betonte die Ministerpräsidentin.


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