Dorothea Henzler: "Wir müssen Mädchen und Jungen Chancen außerhalb der traditionellen Berufe eröffnen"
Am 23. April findet der Girls Day - Mädchen Zukunftstag statt. Der Girls Day bietet Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 10 die Möglichkeit, mehr über ihren gewünschten Beruf herauszufinden. An diesem Tag sammeln Schülerinnen und Schüler Erfahrungen in der Berufswelt in geschlechtsuntypischen Berufen.
22.04.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenSchwerpunkte sind beispielsweise die Bereiche Naturwissenschaft und Technik, dort sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Aber auch für Jungen heißt es, die Sicht für untypische Berufe zu schärfen. Gerade bei erzieherischen und sozialen Berufen gibt es einen Mangel an männlichen Mitarbeitern. Hier ist praxisnahe, frühzeitige Information wichtig, um die Interessen zu wecken und junge Menschen für diese Berufe zu begeistern. Viele Hessische Schulen nehmen diesen Tag zum Anlass, mit ihren Schülerinnen und Schülern über eine zukunftsorientierte Berufsplanung zu diskutieren und direkt in Betriebe auszuschwärmen.
Kultusministerin Dorothea Henzler begrüßte das große Engagement der Schulen und sagte: Unser Ziel muss sein, Mädchen und Jungen so früh wie möglich Chancen auch außerhalb der traditionellen Berufe zu eröffnen. Ich freue mich, dass unsere Schulen diesen Tag zur Berufsorientierung gerne nutzen. Den Unternehmen, die ihre Türen für unsere Schülerinnen und Schüler öffnen, möchte ich auf diesem Weg herzlich danken.
Jugendliche müssten angeregt werden, sich mit männlichen und weiblichen Rollenklischees auseinanderzusetzen, eigene Wünsche und Stärken zu entwickeln, auch wenn sie von den klassischen Mustern abweichen sollten, betonte die Ministerin. Nur wenn dies zukünftig besser gelinge, würden Frauen, aber auch Männer, das ganze Spektrum ihrer persönlichen und beruflichen Möglichkeiten ausschöpfen können.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Girls Day Mädchen Zukunftstages hätten nun die Gelegenheit, sich direkt vor Ort, in Werkstätten oder anderen Betrieben, praxisnah genau über dieses Thema zu informieren, so die Ministerin weiter. Durch persönliche und individuelle Gespräche mit Beschäftigten könnten Schülerinnen und Schüler ihren Erfahrungshorizont im Hinblick auf ihre spätere Berufswahl erweitern. Damit stelle dieser Tag wichtige Weichen für die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler.
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