Drei o.camps in Bad Orb, Fuldatal und Hübingen "zusätzliche Chance", die Versetzungsgefährdete nutzen sollten

"Mit drei o.camps für versetzungsgefährdete Haupt-, Real- sowie Gesamtschülerinnen und -schüler aus den Räumen Frankfurt am Main, Kassel und Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung wollen wir vor allem motivieren. Das ist die beste Grundlage, damit es mit der Versetzung doch noch klappt, aber auch für gute Schulabschlüsse", sagte Joachim Jacobi, Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, heute beim Besuch des o.camps im Schullandheim Wegscheide in Bad Orb. Für rund 150 Schülerinnen und Schüler seien "die o.camps eine zusätzliche Chance, die es zu nutzen gilt", ermunterte der Staatssekretär bei der Auftaktveranstaltung in Bad Orb.

02.04.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Neben der Lernmotivation zielten die o.camps (Internet www.ocamp.de) dort, im Familienferiendorf Hübingen und der Reinhardswaldschule Fuldatal, auf das Stärken der Jugendlichen in den Verbesserungsfächern ab. "Das fördert Teamgeist und Selbstbewusstsein, das ist ein Gewinn auf Lebenszeit", lobte Joachim Jacobi. Der Deutschen Post AG, der Lehman Brothers Foundation Europe, dem Rap- und Hip-Hop-Musiker "Tone" sowie dem Graffiti- und Kommunikationskünstler "bomber", Lehrkräften, Sozialpädagogen und Jugendleitern dankte er für die Unterstützung des ambitionierten Projekts.

Die o.camps seien ein weiterer Beitrag, um das Strategische Ziel 3 des Hessischen Kultusministeriums zu erreichen und zu übertreffen: Danach soll die Anzahl der Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss bis zum Ende des Schuljahres 2007/2008 an Hauptschulen, schulformbezogenen (kooperativen) und schulformübergreifenden (integrierten) Gesamtschulen um ein Drittel gesenkt werden. "Gegenüber der Ausgangssituation mit fast 23 Prozent im Schuljahr 1999/2000 sind wir da auf gutem Weg – es darf aber ruhig noch besser werden", verwies der Staatssekretär auf die bereits erreichte Quote von unter 15 Prozent im Schuljahr 2004/2005.

Alle Schülerinnen und Schüler nähmen freiwillig an den o.camps teil, betonte er. Die Herkunftsschulen seien in das Programm eingebunden, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer "vor- und nachher nachhaltig unterstützt und begleitet werden". In Bad Orb, Fuldatal und Hübingen werde mit Lernwerkstätten, Gestaltungsaufgaben sowie attraktiven Freizeitangeboten gearbeitet, berichtete Joachim Jacobi. Als Beispiele solcher Gestaltungsprojekte nannte er: "Germany´s next Superstar, oder: Ich bin ich?", das "o.camp-Magazin", das Erstellen eines Musikvideos, Theater, Pantomime oder den Bau einer Kletterwand. An einem vorbereitenden viertägigen Workshop hätten insgesamt 18 in den drei o.camps eingesetzte hessische Lehrkräfte, 18 Sozialarbeiterinnen, Sozialarbeiter bzw. Werkpädagoginnen und Werkpädagogen sowie 18 Studierende, Referendarinnen und Referendare teilgenommen. "Ziel dieser Qualifizierung des pädagogischen Personals ist eine hohe Qualität in den Camps, da unsere hoch gesteckten Ziele nur so erreicht werden können", sagte der Staatssekretär.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden