Inklusion

"Durch Information und Dialog Mut machen"

Information und Dialog stehen im Mittelpunkt der heute in Nürnberg stattfindenden ersten Regionalkonferenz zum Thema "Bildung im Lichte der UN-Behindertenrechtekonvention". "Der gegenseitige Austausch gestaltet Bildungspolitik nahe am Menschen. Auch die inklusive Schule - eine Schule die sich auf das einzelne Kind einstellt - lebt von diesem Austausch und kann nur so zum Alltag in den Klassenzimmern werden", betonte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

15.04.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die Lehrkräfte der allgemeinen Schule auf dem Weg dorthin einzubinden und mitzunehmen ist eine der großen Aufgaben bei der schrittweisen Umsetzung der Konvention", ergänzte er. Die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, fügte hinzu, dass wesentliches Element der insgesamt zwei Regionalkonferenzen sei, dass Lehrkräfte der allgemeinen Schule anhand von BestPractice-Beispielen erfahren, wie gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung sehr gut gelingt. "Mut zu neuen Taten, Mut zu mehr Miteinander in den bayerischen Schulen, das ist Ziel der Veranstaltungen. Das ist auch Ziel der UN-Behindertenrechtekonvention. Dort, wo gemeinsames Lernen gelingt, kann eine inklusive Gesellschaft wachsen." so Badura.

Die Initiative zur Regionalkonferenz, die von der Beauftragten der Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung ausging, wurde seitens des Kultusministers gerne aufgegriffen und wird nun gemeinsam in die Tat umgesetzt. Ca. 200 Vertreter von Schulen, Schulaufsicht und Verbänden nehmen heute an der Veranstaltung teil und tragen ihre Erfahrungen in ihr Umfeld weiter.

Die UN-Behindertenrechtekonvention ist das erste universelle Rechtsdokument, das die bestehenden Menschenrechte - bezogen auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen - stärkt und konkretisiert. Ziel der Konvention ist es, eine volle und gleichberechtigte Teilhabe an allen Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten, die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern sowie ihre Diskriminierung in der Gesellschaft zu unterbinden. Die Konvention setzt damit auch im Bildungsbereich einen Meilenstein im laufenden Entwicklungsprozess.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe aller Fraktionen im Bayerischen Landtag hat eine Grundkonzeption erarbeitet, um die Konvention umzusetzen. Diese wird derzeit seitens des Kultusministeriums konkretisiert und abgestimmt. Im Sommer 2010 soll dem Landtag ein Gesamtkonzept vorgestellt werden. Aus diesem Grund ist die Umsetzung der Konvention gegenwärtig nicht Gegenstand der laufenden Änderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes.


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