Bayern

Dynamischer Ausbau der Ganztagsschulen in Bayern

"Unser Ziel ist es, durch eine bedarfsgerechte Ausweitung unserer Ganztagsangebote alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern zu erreichen, die eine flexible und individuelle ganztägige Betreuung und Förderung wünschen", so der Kultusminister. "Hierbei sind wir in den letzten Jahren gut vorangekommen. So konnten wir die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die eine gebundene Ganztagsklasse besuchen, von rund 26.000 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2009/10 auf rund 58.800 Schülerinnen und Schüler im aktuellen Schuljahr mehr als verdoppeln", so der Minister weiter. Die aktuelle Studie zur Ganztagschulentwicklung der Bertelsmann-Stiftung bescheinigt Bayern bundesweit mit die größte Dynamik im Ausbau der Ganztagsschulen. Heute stellte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle Zahlen zum aktuellen Schuljahr vor.

10.12.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Zahlen zum Ausbau der Ganztagsangebote im Schuljahr 2012/13

Derzeit besuchen ca. 92.000 Schülerinnen und Schüler (+ 4,6% im Vergleich zum Vorjahr) an Grund- und Förderschulen ein Angebot der Mittagsbetreuung (bis maximal 16 Uhr). An weiterführenden Schulen besuchen ca. 84.000 Schülerinnen und Schüler (+ 11,6 % im Vergleich zum Vorjahr) ein offenes Ganztagsangebot (bis ca. 16 Uhr), das im Anschluss an den Vormittagsunterricht stattfindet. Gebundene Ganztagsklassen an Grundschulen und weiterführenden Schulen, die bis ca. 16 Uhr ein auf den ganzen Tag verteiltes und rhythmisiertes Unterrichtsangebot anbieten, werden im Schuljahr 2012/13 von insgesamt 58.800 Schülerinnen und Schülern besucht (+ 19,2 % im Vergleich zum Vorjahr).

Ausbau gemeinsame Aufgabe von Kommunen und Freistaat

Grundlage für diese Entwicklungen sind die bildungspolitischen Vereinbarungen des Bildungsgipfels zwischen den Kommunen und dem Freistaat aus dem Jahr 2009. Hierbei wurde der Ausbau der Ganztagsangebote als gemeinsame Aufgabe von Kommunen und Freistaat vereinbart. "Ich danke den Kommunen ausdrücklich für ihr Engagement beim Ausbau der Ganztagsangebote, die unsere Schülerinnen und Schüler durch ein umfassendes Bildungs- und Erziehungsangebot in ihrer ganzen Persönlichkeit fördern und ihnen möglichst günstige Bildungs-, Berufs- und Zukunftschancen eröffnen sollen ", so der Minister.

Breite Angebotslandschaft ermöglicht flexible und individuelle Betreuung und Förderung

Die unterschiedlichen ganztägigen Angebotsformen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Flexibilität des möglichen zeitlichen Betreuungsumfangs als auch hinsichtlich der jeweiligen pädagogischen Zielrichtung voneinander. "Wir wollen eine optimale und bedarfsgerechte Betreuungskulisse. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler und deren Eltern", erläutert der Kultusminister. Antragsteller bei der Einrichtung von Ganztagsschulangeboten sind die jeweiligen Kommunen als Schulaufwandsträger bzw. die privaten Schulträger.

Fokus auf Qualität der Angebote

Im Fokus steht jedoch nicht alleine der quantitative Ausbau der Ganztagsangebote, sondern auch deren Qualität. Deshalb wird ab dem Schulhalbjahr an allen staatlichen Ganztagsschulen sukzessive ein weiterentwickeltes Verfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung eingeführt, um die Schulen in diesem wichtigen Prozess zu begleiten und zu unterstützen.

Gute Rahmenbedingungen für ganztägige Bildung in Bayern

Bei der Ausstattung an Lehrerwochenstunden und finanziellen Mitteln für die Ganztagsangebote liegt Bayern mit Rheinland-Pfalz bundesweit an der Spitze. Für Grundschulen und Mittelschulen z.B. weist das Ministerium den Schulen je Ganztagsklasse zwölf zusätzliche Lehrerwochenstunden pro Schuljahr zu, ferner 6.000 Euro für den Einsatz von externem Personal.


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