Ehrung für herausragende pädagogische Leistungen: "Deutscher Lehrerpreis 2012" in Berlin vergeben
Heute wurden in Berlin die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ" im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, und Ties Rabe, Präsident der Kultusministerkonferenz, gratulierten den insgesamt 16 Lehrerinnen und Lehrern sowie sechs Pädagogen-Teams für ihre herausragenden Leistungen. Rund 3.500 Schüler und Lehrer hatten sich auch dieses Jahr wieder am "Deutschen Lehrerpreis" beteiligt, der seit 2009 jährlich von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) vergeben wird.
26.11.2012 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)Der Präsident der Kultusministerkonferenz Herr Ties Rabe würdigte das Engagement der Lehrkräfte für guten und innovativen Unterricht: "Woran liegt es, wenn Kinder und Jugendliche mit Spaß und Feuereifer bei der Sache sind, wenn sie neugierig sind und auch über die Schulstunde hinaus bei der Sache bleiben, wenn sie arbeiten wollen und für ihre Arbeit mit guten Noten belohnt werden? Ganz einfach: Sie haben engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die ihr Partner Fach lieben, die begeistert unterrichten und die ihren Schülerinnen und Schülern auch etwas zutrauen."
Der "Deutsche Lehrerpreis" möchte die Wertschätzung von gutem Unterricht und Lehrerpersönlichkeit stärken. Er besteht aus zwei Kategorien.
In der ersten Kategorie des Wettbewerbs haben auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Lehrer-Teams aus ganz Deutschland innovative, fächerübergreifende Unterrichtsprojekte eingereicht. Die Jury vergab drei Haupt- und drei Sonderpreise, wobei der dritte Sonderpreis vom Kooperationspartner DIE ZEIT ausgelobt wurde.
Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt die Rodenbergschule in Menden (NRW) für ihr Unterrichtsprojekt "Intensivklasse Rodenbergschule". In diesem Projekt gegen Schulabsentismus wurde eine schulgebäudeexterne Stätte geschaffen, in der Schulverweigerer und -abbrecher in Schule und Gesellschaft reintegriert werden. Ziele des Projekts sind die Erfüllung der Schulpflicht, das Erreichen von Abschlüssen und ein gelungener Übergang von der Schule in den Beruf.
Das Gymnasium Dinkelsbühl (Bayern) belegte den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Platz. 219 Schüler der Klassenstufen 6 bis 10 machten sich fächerübergreifend auf die Suche nach der Weihnachtsbotschaft und inszenierten aus selbst ausgedachten Dialogen, Texten, Melodien, Zeichnungen und Videopräsentationen die Weihnachtskantate "PAX NATALE Weihnacht` überall".
Für das projektorientierte Lernen im Schulverbund unter dem Leitbild "Geosystem Erde – die Welt begreifen durch globales, nachhaltiges Denken, Lernen und Handeln" wurde die Domschule St. Marien in Hamburg (stellvertretend für fünf beteiligte Schulen) mit dem mit 2.000 Euro dotierten dritten Platz ausgezeichnet.
Mit Sonderpreisen ehrte die Jury die drei besonders viel-versprechenden Unterrichtskonzepte des Gymnasiums an der Stadtmauer in Bad Kreuznach ("Blutiger Sommer"), der Berufsschule für Bau- und Kunsthandwerk in München ("Hochbeete für Seniorenheim") und des Kollegs der Schulbrüder in Illertissen ("YES – Erlernen durch Erleben"). Sie erhielten je 1.000 Euro Preisgeld.
"Der Deutsche Lehrerpreis zeichnet jedes Jahr Top-Lehrkräfte und Top-Unterrichtsprojekte aus. Wir tun dies, weil eindrucksvolle Vorbilder und Best-Practice-Beispiele eher geeignet sind, die Schulwirklichkeit positiv zu verändern als ständige Kritik!", so Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes.
In der zweiten Kategorie werden die Lehrer nicht nur als Wissensvermittler, sondern auch als sozial engagierte Persönlichkeiten geehrt, die junge Menschen während dieser prägenden Lebensphase fördern und unterstützen. Schüler begründen online, warum ihre Lehrerin oder ihr Lehrer diese Auszeichnung verdient hat. Dieses Jahr gingen fünf Auszeichnungen nach Nordrhein-Westfalen und je zwei an Lehrkräfte in Baden-Württemberg, Sachsen und Schleswig-Holstein. Jeweils eine Trophäe vergab die Jury nach Bayern, Berlin, Bremen und Rheinland-Pfalz sowie an einen Lehrer der Deutschen Auslandsschule Tokyo Yokohama.
"Lehrer sind wichtige Persönlichkeiten, die prägend auf jeden Menschen wirken. Daher muss die Anerkennung und Wertschätzung aus der Mitte der Gesellschaft erfolgen", sagte Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland.
Alle Einsendungen wurden zunächst von einem bundes-weiten Gutachterkreis bewertet, bevor eine hochrangig besetzte Jury über die Gewinner entschied. Der Jury ge-hörten unter anderem an: Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Rheinland-Pfalz, Brunhild Kurth, Sächsische Staatsministerin für Kultus, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung und Dekan der TUM School of Education, Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Susanne Porsche, Mitglied des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland, sowie als Schülervertreter Yasemin Cec (SchülerInnenkammer Hamburg) und Paul Assmann (Landesschülerbeirat Baden Württemberg).
Ausführliche Projektbeschreibungen und alle Informationen zur Preisverleihung inkl. Film- und Fotomaterial stehen in der digitalen Pressemappe unter www.lehrerpreis.de/preisverleihung zur Verfügung.
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