"Eltern, Erzieher und Lehrer müssen Werte vorleben"

"Um Kinder und Jugendliche zu Toleranz, Demokratie und Zivilcourage sowie zu selbstbewussten, kritischen Persönlichkeiten zu erziehen, müssen Eltern, Erzieher und Lehrer Werte vorleben und vermitteln", fordert Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) anlässlich des morgigen Gedenktags.

08.11.2007 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Der 9. November markiere politische Wendepunkte der deutschen Geschichte und stehe sowohl für dunkle Momente als auch für freudige Ereignisse, so Goebel weiter. Erinnert sei an die Hinrichtung des Paulskirchen-Parlamentariers Robert Blum 1848, die Ausrufung der Weimarer Republik 1918, Hitlers Marsch auf die Feldherrnhalle 1923, die Reichspogromnacht 1938 und den Fall der Mauer 1989.

"Diese Ereignisse machen deutlich, dass die gesamte Gesellschaft jeden Tag erneut die Demokratie gegen rechte und linke Extremisten verteidigen muss. Schülerinnen und Schüler müssen weiterhin dazu befähigt und ermuntert werden, sich täglich erneut für die Werte unserer Verfassung einzusetzen. In der Schule sind diese Themen daher feste Bestandteile der Lehrpläne. Gute Ergänzungen bieten Exkursionen beispielsweise zu KZ-Gedenkstätten, ehemaligen Stasi-Gefängnissen und Museen oder Gespräche mit Zeitzeugen", erklärt der Minister abschließend.


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