Erfolgreicher Schulversuch bildet Grundlage für flexiblen Schulanfang
"Jedes Kind hat das Recht auf optimale Förderung seiner Entwicklung. Mit dem flexiblen Schulanfang möchten wir eine längere Förderung der Schülerinnen und Schüler ebenso ermöglichen wie ein beschleunigtes Durchlaufen der ersten beiden Jahrgangsstufen", erklärte Kultusministerin Karin Wolff zum Konzept "Flexibler Schulanfang", das heute im Rahmen einer Tagung in Wiesbaden vorgestellt wurde.
06.04.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenGrundschulen sollen künftig die Möglichkeit erhalten, die Jahrgangsstufen 1 und 2 zu einer curricularen und unterrichtsorganisatorischen Einheit zusammenzufassen, die die Schülerinnen und Schüler in einem Zeitraum von einem bis zu drei Jahren durchlaufen können. Die Kinder werden ihrer Entwicklung entsprechend intensiv gefördert und begleitet, die jahrgangsübergreifenden Klassen erhalten dabei Unterstützung von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.
Grundlage für das Konzept sind die positiven Ergebnisse des nunmehr abgeschlossenen Schulversuchs "Neukonzeption der Schuleingangsstufe" an rund 30 hessischen Grundschulen.
"Ziel ist es, das Angebot auf freiwilliger Basis schrittweise auszubauen. Dabei geht es nicht um die flächendeckende Einführung eines vorgegebenen Modells, sondern um eine individuelle Umsetzung vor Ort, in die vorhandene Ansätze möglichst integriert werden sollen", erklärte Wolff.
Die Ministerin verwies darauf, dass Hessen mit der Erbprobung des Bildungs- und Erziehungsplans bereits den Weg für eine frühe und kontinuierliche Bildung, Erziehung und Förderung von Kindern geebnet habe. In diesem Zusammenhang kämen gerade dem Übergang in die Grundschule und der Gestaltung des Schulanfangs eine besondere Bedeutung zu.
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