Ergebnisse des 41. hessischen Mathematik-Wettbewerbs

Rund 55.500 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen an 534 Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien haben am 41. hessischen Mathematikwettbewerb 2008/09 teilgenommen. Kultusministerin Dorothea Henzler hat die Veröffentlichung der Ergebnisse als ein „Zeichen für ein stabilisiertes Leistungsniveau“ gewertet. Dies sei vor allem im Bereich der Pflichtaufgaben festzustellen. „Wir können eine allgemein bessere Beherrschung des mathematischen Grundlagenwissens in allen Schulformen feststellen“, so die Ministerin. Leistungssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr seien vor allem in der Realschule (Aufgabengruppe B) und im Bereich der Hauptschule (Aufgabengruppe C) zu erkennen. Im Bereich der Gymnasien (Aufgabengruppe A) schneiden die G8-Schulen besser ab als die G9-Schulen.

29.06.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Die besten Resultate im Kreisvergleich erzielten in diesem Jahr die Landkreise Fulda, Waldeck-Frankenberg, Kassel, Limburg-Weilburg, Offenbach, Lahn-Dill-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis und Gießen.

Wie jedes Jahr werden bei der Landessiegerehrung am 1. Juli 2009 auch die Schulen geehrt, die eine ganz besonders hohe Leistungskontinuität im Rechnen zeigen, und sich über mehrere Jahre hinweg mit überdurchschnittlichen Leistungen im Mathematikwettbewerb (speziell in der Endrunde) hervorgetan haben. Ausgezeichnet werden die Augustinerschule in Friedberg, die Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim, das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium in Bad Homburg, die Ense-Schule in Bad Wildungen, die Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld, die Kreisrealschule in Bad Orb, die Leo-Sternberg-Schule in Limburg, die Edith-Stein-Schule in Offenbach und die Mittelpunktschule Kinzigquelle in Sinntal.

Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen besteht seit 1969. Teilnehmer sind Schülerinnen und Schülern des 8. Schuljahres. Zunächst zur freiwilligen Teilnahme angeboten, ist er seit 2001 für alle hessischen allgemeinbildenden Schulen verpflichtend. Seit 2006 sind die Wettbewerbsergebnisse bindend als Vergleichsarbeiten zu werten und wie Klassenarbeiten nach einem landesweit einheitlichen Notenschlüssel zu beurteilen. An der ersten Wettbewerbsrunde, dem Schulentscheid, nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Acht teil. In der zweiten Runde folgt der Kreisentscheid mit den Besten auf Kreisebene, und am Ende werden im Landesentscheid die Besten in Hessen ermittelt.

In dem Wettbewerb werden die drei Aufgabengruppen (A=Gymnasium, B=Realschule und C=Hauptschule) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgeschrieben. Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Bildungsgänge an Gesamtschulen werden den Aufgabengruppen zugewiesen. Beim Schulentscheid stehen den Schülerinnen und Schülern zwei Unterrichtsstunden zur Verfügung, in denen sie je acht Pflichtaufgaben und nach Möglichkeit zwei von fünf Wahlaufgaben zu lösen haben. Je Pflichtaufgabe werden maximal drei Punkte vergeben, je Wahlaufgabe 12 Punkte. Insgesamt sind somit maximal 48 Punkte zu erreichen. Das Schulergebnis ergibt sich aus der Addition der Schülerergebnisse. Die Punktezahl der Schulen wird je Bildungsgang in vier Leistungsstufen eingeteilt, d.h. jeweils 25 Prozent aller Schulen werden zu einer Gruppe - einem Quartil - zusammengefasst. Daraus ergeben sich jedes Jahr für den jeweiligen Schuldurchschnitt unterschiedliche Quartilsgrenzen. Am Beispiel der Aufgabengruppe B (Realschulen) haben sich die Quartilsgrenzen gegenüber dem Vorjahr wie folgt verschoben: 1. Quartil zwischen 12,25 und 22,51 Punkten (2008: 10,6 und 22,2), 2. Quartil zwischen 22,52 und 25,41 Punkten (2008: 22,2 und 24,9), 3. Quartil zwischen 25,48 und 28,327 Punkten (2008: 24,9 und 27,6), 4. Quartil zwischen 28,333 und 39,36 (2007: 27,7 und 35,6). Anhand der Quartile kann jede Schulen ablesen, wie sie innerhalb ihres Bildungsgangs im Vergleich zum Landesdurchschnitt und zur erreichbaren Maximalpunktzahl steht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums unter www.hkm.hessen.de/irj/HKM_Internet?cid=77d41df7b9cc713ed2c7314833641146.


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