Erstes Abitur mit zentral gestellten Aufgaben: "Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen sind ein großer Erfolg"

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat die ersten Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen im ersten Hamburger Abitur mit zentral gestellten Aufgaben als "großen Erfolg" bezeichnet.

24.06.2005 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

"Die Notendurchschnitte sind zum erheblichen Teil besser als im vergangenen Jahr, etwa in Mathematik oder Französisch. Die Anzahl der notwendigen Drittkorrekturen liegt mit gerade neun Prozent erfreulich niedrig. Ich beglückwünsche die Schülerinnen und Schüler zu den guten Leistungen. Und ich danke unseren Lehrerinnen und Lehrern, die die Bewertungskriterien so klug und sachgerecht angewandt haben, dass Hamburgs Abiturientinnen und Abiturienten jetzt hervorragend dastehen, " sagte die Bildungssenatorin.

Im Einzelnen

  • umfasst das vorliegende Zwischenergebnis 86 der 101 Schulen mit gymnasialer Oberstufe, und zwar 58 Gymnasien, 15 Gesamtschulen, alle beruflichen Gymnasien (11) und zwei nichtstaatliche Gymnasien. Als Vergleichsdaten dienen die Ergebnisse der Abiturklausuren aus dem Jahr 2004 von 52 Schulen (37 Gymnasien, neun Gesamtschulen, drei Wirtschaftsgymnasien, ein Technisches Gymnasium, zwei nichtstaatliche Gymnasien).
  • ist etwa der Notendurchschnitt in den gut 1500 Arbeiten des Deutsch-Leistungskurses von 7,4 auf 8,0 Punkte gestiegen, in den fast 150 Französisch-Arbeiten von 8,8 auf 10 Punkte, in den fast 1400 Englisch-Grundkurs-Arbeiten von 8,3 auf 8,9 Punkte, in gut 600 Mathematik-Grundkurs-Arbeiten von 6,4 auf 8,9 Punkte.
  • haben sich dementsprechend die Anteile der mangelhaften oder nur schwach ausreichenden Arbeiten (0 bis 4 Punkte) in diesen Fächern halbiert bis gedrittelt, während der Anteil der sehr guten Arbeiten (13 bis 15 Punkte) sich erheblich erhöht, im Mathematik-Grundkurs etwa von neun auf 18 Prozent verdoppelt hat.
  • sind insgesamt bei etwa der Hälfte der Fächer die Ergebnisse auf dem Vorjahresniveau, bei der anderen Hälfte sind die Ergebnisse leicht bis deutlich besser. Es gibt erste Hinweise darauf, dass die Verbesserungen mit einem veränderten Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler einhergehen, das sich offenbar stärker an den zu erwartenden Schwerpunktinhalten der Abiturprüfung orientiert.
  • liegt die Rate der Drittkorrekturen, die bei einer Abweichung der Erst- und Zweitkorrekturnoten von mehr als drei Punkten nötig wird, bei nur neun Prozent.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Konkret neu für Hamburg waren in diesem Jahr die zentrale Aufgabenstellung, die einheitlichen Korrektur- und Bewertungskriterien sowie die anonyme Zweitkorrektur. Die Lehrerschaft hat diese Herausforderung hervorragend gemeistert.

Hamburg schafft es auf diesem Wege, das Ansehen seiner Abiturientinnen und Abiturienten zu erhöhen, worauf Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft stolz sein können."


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