Europäisch-islamischer Kulturdialog

Der Beitrag, den Schulpartnerschaften zum europäisch-islamischen Kulturdialog leisten können, steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 16.09.2004 im Auswärtigen Amt in Berlin.

16.09.2004 Pressemeldung Sekretariat der Kultusministerkonferenz

24 Bildungsexpertinnen aus 12 islamischen bzw. islamisch geprägten Staaten, die sich noch bis Ende der Woche auf Einladung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz zu einem Informationsbesuch in Deutschland aufhalten, diskutieren dabei mit Vertreterinnen und Vertretern u.a. der Deutschen Bischofskonferenz (Bonn), der Herbert-Quandt-Stiftung (Bad Homburg), der Körber-Stiftung (Hamburg) und der Deutschen UNESCO-Kommission (Bonn). Das Programm findet im Rahmen des "Europäisch-Islamischen Kulturdialogs" statt und wird aus Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert. Die Teilnehmerinnen sind in ihren Heimatländern in Führungspositionen der Schulaufsicht und Schulverwaltung tätig. Vor der Abschlussdiskussion haben die Bildungsexpertinnen bereits ein umfangreiches Programm in Nordrhein-Westfalen absolviert.

Mitarbeiter des Landesinstituts für Schule (Soest) informierten beispielsweise über das Konzept des muttersprachlichen Unterrichts in türkischer und arabischer Sprache in dem bevölkerungsreichsten Land. Eine Exkursion führte die Gruppe außerdem an die Universität Münster. Dort besuchten die Teilnehmerinnen das Centrum für Religiöse Studien, das einen Lehramtsstudiengang für die Erteilung von Islamunterricht an öffentlichen Schulen entwickelt hat und betreut. Durch Hospitationen an Bonner Schulen und Unterrichtsbesuche konnten sie sich außerdem mit praktischen Aspekten des neuen Schulfachs vertraut machen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden