Europäischer Computerführerschein für hessische Schüler

Um hessischen Schülerinnen und Schülern den Erwerb des "Europäischen Computerführerscheins" (ECDL) zu erleichtern, haben das Hessische Kultusministerium und die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH (DLGI), die den Computerführerschein ausstellt, eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen. "Wir freuen uns, dass Hessen als erstes Bundesland seinen Schülern dieses europaweit anerkannte Zertifikat jetzt mit weniger bürokratischem und finanziellem Aufwand anbieten kann", sagten Joachim Jacobi, Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, und Thomas Michel, Geschäftsführer der DLGI, heute bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in der Schillerschule in Offenbach.

08.03.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Gerade im Hinblick auf eine zeitgemäße Umsetzung des Bildungsauftrags von Schule käme dem Einsatz von Computern und neuen Medien im Unterricht eine immer größere Bedeutung zu, ergänzte der Staatssekretär. Fundiertes IT-Wissen sei eine wichtige Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben. "Die Zertifizierung soll es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Kenntnisse auch außerhalb der Schule nachzuweisen. Dies kann sich zum Beispiel bei Bewerbungen sehr positiv auswirken", sagte Jacobi. Natürlich sei diese Zertifizierung für Schulen und Schüler ein völlig freiwilliges zusätzliches Angebot.

Gegenstand der Vereinbarung ist die organisatorische Unterstützung der Schulen durch die Staatlichen Schulämter bei der Bildung von regionalen Kompetenzzentren und Schulverbünden, außerdem die Unterstützung der DLGI bei der Zusammenarbeit mit den Schulen. Die DLGI stellt den Schulen u. a. Informationsmaterial zur Verfügung, unterstützt die Schulung von Lehrern zu "ECDL-Mentoren" und bietet teilnehmenden Schulen erhebliche Preisnachlässe bei den Lizenzgebühren an.

In Hessen sei die informations- und kommunikationstechnische Grundbildung (IKG) in den Lehrplänen der Sekundarstufe I in allen Bildungsgängen verankert. Durch das Programm Schule@Zukunft sei die Hard- und Softwareausstattung der Schulen deutlich verbessert worden, außerdem sei die Aus- und Fortbildung der Lehrer auf diesem Gebiet erheblich erweitert worden. Alles dies führe auch zu immer besseren Leistungen der Schüler und damit zu einem gesteigerten Interesse, sich diese Kompetenzen zertifizieren zu lassen, erklärte der Staatssekretär abschließend.


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