Familien und Schulen brauchen Entlastung
Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, hat die heutige Ankündigung von Kultusminister Schneider, das Büchergeld frühestens zum Schuljahr 2008/2009 abzuschaffen, bedauert. "Vielen Familien wäre sehr damit geholfen worden, den unsinnigen Betrag bereits jetzt nicht zahlen zu müssen, sie brauchen sofortige Entlastung. In den Schulen hat das Hin und Her um das Büchergeld zu großen Planungsunsicherheiten geführt. Schulleiter wussten nicht, was sie tun sollten und warteten erst einmal ab."
25.09.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.Die Enttäuschung, dass nun doch wieder viel Zeit mit dem Einsammeln der Beträge vergeudet werden muss, ist bei den bayerischen Lehrerinnen und Lehrern groß. Sie lehnten das Büchergeld von Anfang an kategorisch ab.
"Auch viele Eltern sind jetzt zu recht verärgert und fragen sich, warum sie angesichts sprudelnder Steuermehreinnahmen überhaupt Büchergeld zahlen mussten und immer noch müssen." Immerhin ist die Abschaffung im kommenden Schuljahr in Aussicht gestellt worden. "Darüber sollten sich alle freuen, die gegen das Büchergeld Sturm gelaufen sind – auch der BLLV als größter Lehrerverband Bayerns", erklärte Wenzel.
Gleichzeitig kritisierte er, dass Eltern immer tiefer in die Tasche greifen müssen, um die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Vor allem der Schulanfang schlägt inzwischen mit mehreren hundert Euro zu Buche. "Die Ausbildung junger Menschen verkommt zur Kostenfrage, für immer mehr Familien wird sie unerschwinglich. Das ist der eigentliche Skandal und muss – genauso wie das Büchergeld – schnellstens der Vergangenheit angehören."
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