Schleswig-Holstein

Fortbildungen für Lehrkräfte zum Umgang mit Flüchtlingskindern

In Elmshorn startet heute (2. Juni) eine landesweite Fortbildungsinitiative des Bildungsministeriums für Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen an DaZ-Zentren (Deutsch als Zweitsprache). Aufgrund der steigenden Zahl von Flüchtlingen haben Lehrkräfte und Betreuungspersonen, die in den DaZ-Zentren arbeiten, immer häufiger mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die in ihren Heimatländern oder auf der Flucht Krieg und Gewalt erlebt haben.

02.06.2015 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Von den derzeit rund 3.000 Mädchen und Jungen, die am DaZ-Unterricht teilnehmen, sind mehr als 2.500 Flüchtlinge. Sie brauchen nicht nur einen qualifizierten Sprachunterricht, damit sie möglichst schnell und erfolgreich am regulären Schulunterricht teilnehmen können. Sie brauchen auch Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen, die ihnen helfen können, mit den belastenden Erfahrungen umzugehen und ihre Zukunft konstruktiv zu gestalten. Die dafür notwendigen Grundkenntnisse und die Handlungssicherheit im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen können Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter im Rahmen des neuen Fortbildungsangebotes erwerben. Im Auftrag des Bildungsministeriums und des Insti-tuts für Qualitätssicherung an Schule Schleswig-Holstein (IQSH) hat das WFZ (Wendepunkt Fortbildungszentrum) ein Konzept entwickelt, das aus Regionalkonferenzen in allen 15 Kreisen und kreisfreien Städten sowie fünf regionalen vertiefenden Fortbildungsveranstaltungen besteht.

In den eintägigen Regionalkonferenzen im Zeitraum von Juni bis Oktober können die Lehrkräfte Grundlagenwissen über psychische Traumatisierungen erwerben und lernen, Hinweise im Verhalten der Kinder und Symptome von Traumatisierungen zu erkennen. Ziel ist, den Lehrkräften Basisstrategien im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern zu vermitteln. Die fünf regionalen Fortbildungsveranstaltungen, die von Oktober 2015 bis Mai 2016 stattfinden, umfassen 40 Stunden an zehn Nachmittagen und sollen den Lehrerinnen und Lehrern sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen vertiefte Kenntnisse im Umgang mit traumatisierten Kindern vermitteln, aber auch Hinweise auf Angebote und Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Einrichtungen (Jugendamt, Ausländerbehörde, Migrationsfachdienste) geben, damit mittelfristig vor Ort Netzwerke gebildet werden können.

Die nächsten Regionalkonferenzen in diesem Schuljahr finden statt

  • am 8.6. im Kreis Ostholstein,
  • am 16.6. im Kreist Dithmarschen
  • am 18. 6. in Lübeck
  • am 23.6. in Flensburg
  • am 25. 6. im Kreis Steinburg
  • und am 29. 6. im Kreis Plön.

Weitere Informationen unter info@wendepunkt-fortbildung.de


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