Go on, Kaiser, go on ...

"Dass der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Klaus Kaiser, in den neuen Verbundschulen Aufbruchstimmung und Zuversicht wahrnimmt, war schön zu hören und viel interessanter als die in einer Haushaltsdebatte üblichen Zahlenspielchen ", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. "Das sind gute Voraussetzungen für die Weiterentwicklung von Schulen. Da ist es aber doch sehr schade, dass die seinerzeit in Horstmar und Schöppingen vorhandene und noch viel weiter gehende Aufbruchstimmung nicht umfassend genutzt werden konnte, weil die Landesregierung es nicht zugelassen hat."

29.01.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Immerhin hat der schulpolitische Sprecher der Mehrheitsfraktion aber die positiven Effekte der Zusammenführung unterschiedlicher Schulformen über den grünen Klee gelobt.

"Das sind in dieser Deutlichkeit dann doch neue Töne", so Beckmann. "Der VBE wird seit Jahren nicht müde, für eine Zusammenführung isoliert nebeneinander stehender Schulformen zu werben. Als Lehrerinnen und Lehrer wissen wir ja, dass das Wiederholen wichtiger Bestandteil des Lehrens und Lernens ist. Da wir außerdem zur individuellen Förderung verpflichtet sind, müssen wir ja Fortschritte jeweils auf die Ausgangssituation bezogen messen. Das wenden wir auch bei Politikern an und freuen uns deshalb über Bewegung."

Interessant ist auch, dass Kaiser den in der Gemeinde Everswinkel offenbar vorhandenen Pragmatismus bei der Einrichtung der Verbundschule lobt, den er an der fraktionsübergreifenden Zustimmung dazu festmacht.

"Diesen Pragmatismus gibt es in vielen Kommunen", so Beckmann. "Es gibt ihn auch in deren Spitzenorganisationen, dem Städte- und Gemeindebund NRW und dem Städtetag NRW. Beide fordern von der Landesregierung eine Abkehr von den starren Regelungen, die das Schulgesetz den Kommunen bezüglich der Zusammenführung unterschiedlicher Schulformen auferlegt. Die Mehrheitsfraktion sollte sich hier unbedingt für Öffnungen stark machen, damit noch in vielen weiteren Kommunen pragmatisch und fraktionsübergreifend Beschlüsse für eine Schulstruktur gefasst werden können, die zu den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort passt. Das vom VBE favorisierte Modell für eine Neuordnung der Sekundarstufe I (Allgemeine Sekundarschule/ Gemeinschaftsschule) bietet dafür sehr viele Möglichkeiten. Wir stellen es Herrn Kaiser gerne nochmals zur Verfügung. Also: go on, Kaiser, go on!"


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