Mecklenburg-Vorpommern

Größere Flexibilität der Selbstständigen Schule hilft Unterrichtsversorgung zu sichern

"Um direkt und schnell Unterrichtsausfall vorbeugen zu können, werden die Schulen in ihrer Selbstständigkeit gestärkt. Ab dem Schuljahr 2010/11 können sie eigenverantwortlich über 75 Prozent der Mittel verfügen, die im Landeshaushalt für Vertretungsunterricht bereit gestellt werden. Die verbleibenden 25 Prozent erhalten die Staatlichen Schulämter, um bei unvorhersehbarem Mehrbedarf regulierend unterstützen zu können", so Bildungsstaatssekretär Udo Michallik bei der Vorstellung des Berichts der Landesregierung zum Stand der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2008/09.

30.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Das Land stellt seit mehreren Jahren trotz sinkender Schülerzahlen und damit sinkender Sollstunden konstant 7 Millionen Euro pro Schuljahr für die Absicherung des zur Vertretung anfallenden Unterrichts zur Verfügung.

"Der Stand der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2008/09 und auch in den Jahren davor macht deutlich, dass eine größere Flexibilität bei der Organisation des Vertretungsunterrichts vor Ort in den Schulen notwendig ist", so Staatssekretär Michallik. Außerdem werde an einem Schul-Informations- und Planungsprogramm (SIP) gearbeitet, das eine detailliertere Datenerfassung in kürzeren Intervallen und damit ein rascheres Handeln vor Ort ermöglichen soll.

Insgesamt konnte im Schuljahr 2008/09 der Unterricht an allgemein bildenden Schulen zu fast 98 % und an beruflichen Schulen zu 94 % erteilt werden.

Zur Vertretung standen an den allgemein bildenden Schulen 9,5 Prozent aller Unterrichtsstunden an, das waren 0,5 Prozent mehr als im Schuljahr 2007/08. Tatsächlich ausgefallen waren 2,3 Prozent aller Unterrichtsstunden, weil keine Vertretung organisiert werden konnte. Das waren 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

In den beruflichen Schulen standen 9,9 % aller Unterrichtsstunden zur Vertretung an (0,4 % mehr als im Vorjahr). 5,9 % der Unterrichtsstunden fielen tatsächlich aus, das sind 0,5 Prozent mehr als im Schuljahr zuvor.

Etwa jede dritte Unterrichtsstunde, die im Sekundarbereich zur Vertretung anfiel, ist tatsächlich ausgefallen. Im Grundschulbereich war es etwa jede neunte und im Förderschulbereich etwa jede fünfte zur Vertretung angefallene Unterrichtsstunde, die ausfiel.

Hauptursache für zur Vertretung angefallene Unterrichtsstunden war weiterhin die Erkrankung von Lehrkräften. Rund zwei Drittel aller zur Vertretung angefallenen Unterrichtsstunden hatten im Schuljahr 2008/09 die Erkrankung von Lehrkräften als Ursache. Weitere Gründe sind die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften.

Staatssekretär Michallik: "Die Gesundheit der Lehrer muss noch stärker in den Focus gerückt werden. Mit Schulentwicklungsberatern für Lehrergesundheit, mit dem Lehrergesundheitstag und der betriebsärztlichen Versorgung wollen wir die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen."


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