Hamburg

Hamburgs erste Klimaschulen ernannt

Wenn im kommenden Jahr Hamburg Umwelthauptstadt Europas ist, leisten 19 allgemeinbildende Schulen einen großen Beitrag zum Klimaschutz unserer Stadt. Ein Jahr lang haben sie einen schuleigenen Klimaschutzplan eigenverantwortlich entwickelt und werden die geplanten Maßnahmen ab sofort umsetzen – auch über 2011 hinaus. Das ist bundesweit bisher einmalig. Dafür erhielten die Schulen heute von Bildungssenatorin Christa Goetsch den Titel und das Gütesiegel "Klimaschule".

26.11.2010 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Bildungssenatorin Christa Goetsch: "Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften für ihr großes Engagement für den Klimaschutz. Das gesamte Konzept ist nicht nur bundesweit vorbildlich, sondern hat sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus Vorzeigecharakter."

Fast 200 pädagogische und technische Maßnahmen wollen die Klimaschulen im kommenden Jahr umsetzen. So beheizt die Stadtteilschule Lohbrügge ihre Räume im Altbau zukünftig durch eine Einzelraumsteuerung. In vielen Schulen kontrollieren Schüler-Klimadetektive mit Hilfe von CO2-Ampeln die Lüftungsintervalle. Solaranlagen auf Dächern sind deutliche Zeichen der klimaaktiven Schulen. Mit einer Wärmebildkamera werden Schwachstellen an Gebäuden ermittelt. Und Schulkantinen reduzieren den Fleischanteil durch gesunde "Veggie-Days". Mit all diesen Maßnahmen würden die Schulen etwa 520 Tonnen CO2 einsparen, so viel wie eine große Hamburger Schule pro Jahr durch Strom und Heizenergie freisetzt. Damit könnten auch 1.000 Menschen von Berlin nach London fliegen oder ein durchschnittlicher PKW 73 Mal die Erde umkreisen.

Die Auszeichnung fand im Rahmen der 4. Hamburger Klimaschutztage statt. Vom 24. bis 26. November stand besonders das Engagement der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Nach einem Schüler-Klimagipfel öffneten viele Schulen ihre Türen, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu zeigen. Am dritten Tag wurden zudem zehn Hamburger "Klimabären" als Auszeichnung für erfolgreiche Einzelmaßnahmen an Schulen sowie ein "Klimabär" für das persönliche Engagement eines Schulhausmeisters überreicht..

Das Gütesiegel Klimaschule

Das Gütesiegel "Klimaschule" wird jeweils für zwei Jahre vergeben. Um es zu erneuern, muss die Schule die Klimaschutzaktivitäten tatsächlich umgesetzt haben und den Klimaschutzplan erfolgreich fortschreiben. Ein Projektteam des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) unterstützt sie dabei. Ab Februar 2011 übernehmen 22 weitere Schulen dauerhaft die Verantwortung für den Klimaschutz an ihrer Schule. Mehr Informationen unter www.li-hamburg.de/klimaschutz und www.li-hamburg.de/klimaschutztag.

Das erste Gütesiegel "Klimaschule" erhielten:

  1. Albrecht-Thaer-Gymnasium
  2. Geschwister-Scholl-Stadtteilschule
  3. Grundschule Müssenredder
  4. Grundschule Prassekstraße
  5. Grundschule Rönneburg
  6. Gymnasium Allee
  7. Gymnasium Oberalster
  8. Gymnasium Oldenfelde
  9. Gymnasium Osterbek
  10. Heinrich-Hertz-Schule
  11. Lise-Meitner-Gymnasium
  12. Otto-Hahn-Schule
  13. Schule Lokstedter Damm
  14. Stadteilschule Lohbrügge
  15. Stadtteilschule Am Heidberg
  16. Stadtteilschule Barmbek (Standort Krausestraße)
  17. Stadtteilschule Hamburg-Mitte (Standort Lohmühle)
  18. Stadtteilschule Harburg
  19. Stadtteilschule Walddörfer

Den Hamburger "Klimabären 2010" erhielten:

  1. Schule Ernst-Henning-Straße (Kategorie: Andere Aktivitäten)
  2. G 17, Staatliche Gewerbeschule Werft und Hafen (Kategorie: Regenerative Energien)
  3. Goethe Gymnasium (Kategorie: Heizenergie)
  4. H10, Göhlbachtal (Kategorie: Elektroenergie)
  5. H9, Wendenstraße (Kategorie: Heizenergie)
  6. Lise-Meitner-Gymnasium (Kategorie: Andere Aktivitäten)
  7. Otto-Hahn-Schule (Kategorie: Mehrjähriges Engagement)
  8. Schule An den Teichwiesen (Kategorie: Kurzfristig hohe Einsparungen)
  9. Stadtteilschule Barmbek (Kategorie: Gebäudetechnik)
  10. W2, Uferstraße (Kategorie: Andere Aktivitäten)
  11. Herr Remer, Hausmeister der Kurt-Juster Schule (Sonderpreis: persönliches Engagement)

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden