Hauptschüler brauchen faire Chancen
BLLV-Präsident Klaus Wenzel begrüßt heute unterzeichneten Pakt zwischen Hauptschule und Wirtschaft / "Mehr Ausbildungsplätze sind bitter nötig" München - Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, hat sich anerkennend über den heute unterzeichneten Pakt zwischen Hauptschule- und Wirtschaft geäußert. An die Unterzeichner ap- pellierte er, "alles dafür zu tun, um den Jugendlichen faire Chancen auf dem Ar- beitsmarkt zu eröffnen. Die von der Wirtschaft zugesagten Ausbildungsplätze sind bitter nötig." Nicht wenige Schülerinnen und Schüler mit guten und sehr gu- ten Noten erhalten eine Absage nach der anderen.
26.07.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.Gleichzeitig muss die Hauptschulreform zügig umgesetzt werden. "Sie ist für die derzeitigen Hauptschüler der richtige Weg", erklärte Wenzel. "Der BLLV hofft, dass nun auch Schwung und Geld in die Initiative kommen." Dringend erforder- lich sind mehr Lehrerstellen und Stellen für qualifiziertes Fachpersonal. "Leider spricht der geltende Doppelhaushalt eine andere Sprache - denn er sieht gerade für die Hauptschule Stellenstreichungen vor. Wer jedoch am dreigliedrigen Schul- system festhält, muss sich um alle Schulen kümmern und auch die nötigen Gel- der für Reformen zur Verfügung stellen."
Trotz aller Bemühungen finden immer noch zu viele Jugendliche keinen Ausbil- dungsplatz. Die Zahl der Ausbildungsberufe für Hauptschüler ist gesunken, der Handlungsbedarf groß. Der Arbeitsmarkt verlangt immer höhere Qualifikationen von den Jugendlichen - entsprechend angepasst werden müssen die Lehrpläne. Eine Qualitätsoffensive ist daher dringend erforderlich.
Nötig sind hierzu:
- kleinere Klassen
- mehr Fördermaßnahmen für lernschwache Schüler/innen,
- mehr Sprachlernklassen,
- mehr zusätzliche finanzielle und personelle Mittel für Brennpunktschulen,
- mehr sonderpädagogische und sozialpädagogische Fachkräfte,
- ausreichend Fach- und Förderlehrer/innen für individuelle Stützmaßnah- men.
- mehr Ganztagsschulen und ganztägige Betreuung
- mehr Möglichkeiten, handlungs- und projektorientiert an berufsbezogenen Inhalten zu lernen.
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