Schleswig-Holstein

Höhere Unterrichtsverpflichtung für Lehrkräfte sichert Bildungsqualität

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug begründete heute (20. Mai) im Landtag die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrkräfte. Die von der Vorgängerregierung geplante Absenkung der Pflichtstundenzahl hätte 300 zusätzliche Planstellen gekostet.

20.05.2010 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Es ist klar, dass dieses Vorhaben nicht realisiert werden kann, wenn unter dem Zwang der Haushaltskonsolidierung gleichzeitig eine befriedigende Unterrichtsversorgung gewährleistet werden soll", sagte Klug. Deshalb habe das Bildungsministerium eine Neuregelung erarbeitet, die zurzeit noch in der Anhörung sei. Eine Vorgabe sei, dass die Pflichtstundenregelung für schleswig-holsteinische Lehrkräfte an den Bundesdurchschnitt angeglichen werden solle.

Klug hob hervor, dass die neue Regelung eine einheitliche Pflichtstundenzahl unabhängig von der jeweiligen Laufbahn vorsehe. Für Realschullehrer bedeute dies, dass sie an Regional- und Gemeinschaftsschulen wie bisher 27 Wochenstunden unterrichten müssten. Hauptschullehrer dagegen erhielten eine Ermäßigung von einer halben Wochenstunde. Außerdem sei für Gymnasiallehrer und Studienräte an Beruflichen Schulen eine Wochenstunde mehr Unterricht vorgesehen.

"Zum Ausgleich werden die älteren Lehrkräfte stärker als bisher entlastet", kündigte Klug an. Künftig soll es nicht nur nach Vollendung des 58. Lebensjahres eine Altersermäßigung von einer Stunde geben, sondere eine weitere nach Vollendung des 60. und eine dritte nach 63. Lebensjahres. Der Minister hob hervor: "Mit diesen Regelungen ermöglichen wir weiterhin Jahr für Jahr eine ausreichende Zahl von Neueinstellungen, so dass die Beschäftigungschancen für junge Lehrkräfte und gezielte Einstellungen in Mangelfächern gesichert sind." Insgesamt sei die Neureglung der Stundendeputate darauf ausgerichtet, die Ziele Unterrichtsversorgung und Haushaltskonsolidierung gleichermaßen zu erreichen.


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