Spaenle im Landtag

Hohe Leistungsfähigkeit der bayerischen Grundschüler, sehr motivierte Lehrkräfte, gute Rahmenbedingungen

"Ihre hohe Leistungsfähigkeit und ihren guten Bildungserfolg haben die bayerischen Schülerinnen und Schüler beim 1. Ländervergleich in der 4. Jahrgangsstufe der Grund- und Förderschulen gezeigt - das Gleiche gilt für die bayerischen Grundschulen."

25.10.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

So kommentierte heute Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle im Bayerischen Landtag die Ergebnisse des 1. bundesdeutschen Ländervergleichs in der 4. Jahrgangsstufe der Grund- und Förderschulen für die Fächer Deutsch und Mathematik. In beiden untersuchten Fächern rangieren die bayerischen Schülerinnen und Schüler auf Rang 1. Vor allem freut es Minister Spaenle: "Die Kinder mit Migrationshintergrund haben in Bayern in ihren Kompetenzen spürbar aufgeholt und liegen im Vergleich zu Kindern aus Zuwandererfamilien in den anderen Ländern in allen Bereichen ganz weit vorn." Kultusminister Spaenle gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihren Leistungen. Er dankte den Lehrkräften und den Eltern dafür, dass sie so intensiv die Kinder fördern: "Ohne die hohe Professionalität, Qualifikation und Motivation der bayerischen Lehrkräfte sind solche Leistungen der Grundschülerinnen und Grundschüler undenkbar", so der Minister.

Gendergerechte Bildung ein zentrales Thema

Auch wenn Minister Spaenle sich über das Gesamtergebnis der bayerischen Schülerinnen und Schüler sowie die Verbesserung der Kompetenzen der Kinder aus Zuwandererfamilien freut, machte er im Landtag nochmals klar: "Da, wo Herausforderungen bestehen, wird Bayern diese weiter angehen." Dazu zählte er die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund sowie die Leseförderung für Jungen und die Förderung von Mädchen in Mathematik und Naturwissenschaften. Gendergerechte Bildung bleibt für Minister Spaenle eine wichtige Aufgabe. Im kommenden Frühjahr wird Bayern deshalb einen zweiten Kongress zu dieser Thematik ausrichten. Zu einem ersten Fachkongress hatte das Ministerium bereits 2009 nach Eichstätt eingeladen.

Eine Herausforderung stellt für den Minister auch der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Bildungserfolg dar, der in allen deutschen Ländern eng ist. Der Ausbau der individuellen Förderung, unter anderem durch den massiven Ausbau der Ganztagsschulen, diene der bestmöglichen Förderung aller Kinder unabhängig vom Elternhaus. Ebenso baut das Ministerium weiterführende Schulen wie Realschulen und Gymnasien auch im ländlichen Raum aus, um flächendeckend vergleichbare Bildungschancen für alle Kinder zu eröffnen.

Erster Ländervergleich im Jahr 2009 mit Schülern der Jahrgangsstufe 9

Im gleichen Jahr 2009 hatte das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen erstmals einen Ländervergleich bei Schülerinnen und Schülern von weiterführenden Schulen in der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt. In beiden Fächern, die getestet wurden, nämlich Deutsch und Englisch, schnitten die bayerischen Schülerinnen und Schüler aller Schularten bundesweit am besten ab. Für Minister Spaenle war das auch ein Ergebnis der erfolgreichen Förderung der jungen Menschen im differenzierten Bildungswesen. "Die Bildungsforschung gibt uns allen Grund, am bewährten differenzierten Schulwesen festzuhalten. Die Durchlässigkeit werden wir steigern und die jungen Menschen an den Übergängen noch intensiver begleiten." Das Schulwesen werde unter den Gesichtspunkten Qualität und Gerechtigkeit weiter entwickelt.


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