Jeder dritte Lehrer wegen Dienstunfähigkeit pensioniert

(bikl) Dienstunfähigkeit ist bei Lehrern in Deutschland immer noch überdurchschnittlich häufig der Grund für ihre vorzeitige Pensionierung. Zwar ist der Anteil der verbeamteten Lehrkräfte, die deswegen in den Ruhestand versetzt wurden von 41% im Jahr 2002 auf 34% im Jahr 2003 zurückgegangen. Dennoch war Dienstunfähigkeit bei den Lehrern aber immer noch deutlich häufiger der Grund in Pension zu gehen als bei anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Das teilte das Statistische Bundesamt heute mit.

11.11.2004 Artikel

Ein Grund für den Rückgang könnte die Einführung von Abschlägen bei der Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres im Jahr 2000 sein. Vor diesem Zeitpunkt, so die Statistiker, seien noch fast zwei Drittel (64 Prozent) aller Lehrer-Pensionierungen auf Dienstunfähigkeit zurückgegangen.

Von den nahezu 12 000 pensionierten Beamten und Richtern des Bundes, der Länder und der Gemeinden waren im vergangenen Jahr nur 24 Prozent dienstunfähig (2002: 28 Prozent). Im Strafvollzug, bei der Polizei und beim Grenzschutz, wo die Regelaltersgrenze allerdings nur 60 Jahre beträgt, gingen knapp 16 Prozent der Beamten wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand (minus 2 Prozentpunkte).

Insgesamt wurden im Jahr 2003 in Deutschland knapp 14 400 verbeamtete Lehrer in den Ruhestand versetzt. Dies waren 2% mehr als 2002.

Weiterführender Link

Statistisches Bundesamt


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden