Jugend forscht im Harz

Morgen endet das diesjährige "Forschungscamp Harz" von Preisträgern des Wettbewerbs Jugend forscht mit einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in Vienenburg. Die Nachwuchswissenschaftler diskutieren ab 14 Uhr im Kloster Wöltingerode mit Experten die Erkenntnisse, die sie während ihres elftägigen Forschungsaufenthalts gewonnen haben. Thema des Camps war die "Renaturierung der Landschaft des Nationalparks Harz und des nördlichen Harzvorlandes". Gemeinsame Veranstalter sind die Stiftung Jugend forscht e. V., die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e. V., die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung sowie der Braunschweigische Vereinigte Kloster- und Studienfond.

20.07.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Die Renaturierung von Landschaften, die von Menschen verändert wurden, birgt Konfliktpotenzial, da verschiedene Interessengruppen oft gegensätzliche Vorstellungen von der zukünftigen Nutzung haben. Politik und Verwaltung müssen hier vermitteln. Die Gestaltung dieser Dialog- und Entscheidungsprozesse werden die Projektteilnehmer im Rahmen der Abschlussveranstaltung in einem Planspiel mit anschließender Diskussion simulieren.

Ziel des Forschungscamps ist es, den Jungforschern Gelegenheit zu praktischer Feldarbeit zu bieten und ihnen dabei Anregungen für eigene Forschungsarbeiten zu geben. Die Teilnehmer lernten im Rahmen von Exkursionen unter anderem die Gewässersysteme am Harzrand, den Nationalpark und die Bergbaulandschaft Harz kennen. Dabei sollten sich die Jugendlichen vor allem mit zwei Aspekten vertraut machen: Zum einen ging es um Maßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Überflutungsräume entlang von Flusstälern in der Region. Zum anderen befassten sich die Teilnehmer mit neuen Konzepten zur Entwicklung von Wäldern, die etwa aufgrund von Monokulturen zu ökologischen Problemgebieten geworden sind.

"Das Forschungscamp Harz bietet Jugend forscht Teilnehmern auch in diesem Jahr wieder eine hervorragende Möglichkeit, naturwissenschaftliches Arbeiten in der Praxis kennen zu lernen," sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V. "Es zeigt sich, dass sich die Innovations- und Leistungsfähigkeit junger Menschen verbessert, wenn die aktive Forschung eine größeren Stellenwert in Schule und Studium einnimmt. Durch forschendes Lernen lässt sich das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zudem erkennbar steigern. Diese Erfahrung macht Jugend forscht seit über 40 Jahren."

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