Karin Wolff: "Es bleibt in Hessen bei einem gegliederten Schulwesen mit eigenständigen landesweiten Abschlüssen für Hauptschule, Realschule und Gymnasium"

"In Hessen bleibt es bei einem gegliederten Schulwesen mit eigenständigen landesweiten Abschlüssen für Hauptschule, Realschule und Gymnasium."

02.03.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Dies erklärte die Hessische Kultusministerin Karin Wolff heute in Wiesbaden und fügte hinzu: "Die Abschaffung der Hauptschule wäre die Fortsetzung der ideologisch begründeten Verachtung praktischer Begabungen, mit der von SPD-Kultusministern hessischen Schülerinnen und Schülern über viele Jahre hinweg schwerer Schaden zugefügt worden ist."

"Angesichts einer Übergangsquote von der Grund-auf die Hauptschule von vier Prozent müssen wir Wege finden, wie die Hauptschule attraktiver wird und als ein Schulzweig akzeptiert wird, mit dem Jugendliche erfolgreich in den Beruf starten können", hob die Kultusministerin hervor. Das Konzept der SchuB-Klassen, die die theoretische Schulausbildung in den Hauptschulen schon sehr früh mit viel betrieblicher Erfahrung verbinde, sei nach ihrer Überzeugung und den bisher damit gemachten Erfahrungen das "Hauptschulkonzept der Zukunft". "Es ist uns in den vergangenen Jahren gelungen, die Zahl der Hauptschulabgänger ohne Abschluss bereits deutlich zu verringern. Jetzt muss nach Wegen gesucht werden, die Attraktivität praxisorientierter Hauptschulzweige so zu erhöhen, dass die Zahl der Querversetzungen in die Hauptschule auch deshalb zurück geht, weil Schülerinnen und Schüler frühzeitig ihr Interesse an einer Schulform entdecken, die ihren Begabungen und Neigungen entspricht und sie auf ein erfolgreiches Berufsleben vorbereitet."

Die Landesregierung, so Karin Wolff, wolle keinen Schulkampf, bleibe aber bei der Auffassung, dass das gegliederte Schulwesen einem Einheitsschul-System überlegen sei. Dessen Scheitern sei erwiesen.


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