Kultusminister gratuliert Siegern des Landeswettbewerbs Alte Sprachen

"Der Landeswettbewerb Alte Sprachen hat wieder eindrucksvoll die Präsenz der alten Sprachen und das hohe Niveau ihrer Vermittlung an den bayerischen Gymnasien gezeigt", würdigte Kultusminister Schneider die Bedeutung dieses Wettbewerbs, der 2006 bereits zum 18. Mal durchgeführt wurde. Die drei Sieger - Peter Rupprecht (Kepler-Gymnasium Weiden), Marion Schneider (Reuchlin-Gymnasium Ingolstadt) und Maxi Wandtner (Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium Grafenau) - werden aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

21.04.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

An der ersten Runde des Landeswettbewerbs hatten sich rund 300 Kollegiatinnen und Kollegiaten beteiligt, die an einem Leistungskurs im Fach Latein oder Griechisch teilnehmen. Hier galt es, an schwierigen Übersetzungstexten und kniffligen Aufgaben nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Findigkeit und Einfallsreichtum unter Beweis zu stellen. Die 50 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Runde hatten im nächsten Durchgang dann verschiedene Hausarbeitsthemen zur Auswahl. So sollte beispielsweise das offizielle lateinische Dokument über das Leben Papst Johannes Pauls II. mit der Selbstdarstellung des Augustus im Monumentum Ancyranum verglichen oder die Verarbeitung von Stoffen und Motiven aus der griechischen Literatur in der modernen Science-Fiction-Literatur untersucht werden. In der letzten Wettbewerbsrunde stellten die verbliebenen zehn Kandidatinnen und Kandidaten bei einem Kolloquium im Staatsministerium ihr breites Wissen und die Fähigkeit zur selbständigen Auseinandersetzung mit antiken Themen unter Beweis.

Staatsminister Schneider gratulierte den drei Siegern in einem persönlichen Schreiben zu ihrem Erfolg und unterstrich den Wert der alten Sprachen gerade in Zeiten eines zusammenwachsenden Europa. "Die Besinnung auf gemeinsame kulturelle Wurzeln ist heute aktueller denn je", so Schneider. Das werde von einer wachsenden Zahl junger Menschen erkannt, was die bundesweit steigenden Schülerzahlen in den Fächern Latein und Griechisch belegten. "Gerade die Auseinandersetzung mit den klassischen Texten und ihrer historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Einbettung ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit Themen und Inhalten, die den europäischen Kulturraum bis in die Gegenwart prägen", unterstrich der Minister.


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