Kultusminister Jürgen Schreier: Unsere Gesellschaft braucht Eliten

"Unsere Gesellschaft braucht Eliten. Hohe Begabungen allein sind aber noch keine Garantie für besondere Leistungen. Auch hoch begabte Kinder und Jugendliche brauchen unsere besondere Unterstützung. Deshalb hat das Saarland ein effizientes Netzwerk geschaffen, um diesen Schülerinnen und Schülern bestmögliche Entwicklungschancen zu geben. Die saarländischen Sommerakademien sind beispielhaft und ein Erfolgsmodell." Dies erklärte Kultusminister Jürgen Schreier anlässlich seines heutigen Besuchs bei den Sommerakademien für hochbegabte Schüler und Schülerinnen in Homburg.

25.08.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Akademien finden jeweils in den Sommerferien statt. Es werden drei Akademien angeboten, die sich an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 12. Klasse richten. Das Thema in diesem Jahr lautet "Einsteins Ära". Das Jahr 2005, das Weltjahr der Physik, liefert zwei wichtige Daten: den 50. Todestag Albert Einsteins und den 100. Jahrestag der Veröffentlichung der Relativitätstheorie. Die Schüler beschäftigen sich sowohl mit Einsteins Relativitätstheorie als auch mit seinem Zeitalter, dem politischen und gesellschaftlichen Umfeld, in dem er lebte. Die Teilnehmer erhalten somit einen tiefen Einblick sowie einen interdisziplinären Zugang zu diesen komplexen Themen.

167 Schülerinnen und Schüler behandeln in drei Werkstätten verschiedene Themen: "Kein Alltag ohne Albert", "Einstein - eine Epoche" oder "Einstein= m*cich". Hinzu kommen ein musikalisches und künstlerisches Angebot. Die Akademien werden von der Beratungsstelle Hochbegabung unter der Leitung von Herbert Jacob und Sandra Behrend durchgeführt und vervollständigen das umfangreiche saarländische Angebot zur Hochbegabtenförderung.

Kultusminister Jürgen Schreier zeigte sich erfreut darüber, dass die Förderung von Hochbegabten heute wieder verstärkt in Bildungspolitik und Gesellschaft diskutiert werde. "Elite ist nicht elitär. Immer mehr Menschen wissen, dass wir Eliten brauchen und es uns nicht leisten können, auf diese Potenziale zu verzichten. Davor muss aber die Förderung dieser Begabungen stehen. Wenn wir heute über Elite-Universitäten reden, dann heißt das auch, Hochbegabte frühzeitig so zu fördern, dass sie dem Anspruch von Elite gerecht werden können", betonte der Bildungsminister. Die Hochbegabtenförderung im Saarland habe sich bewährt. Das Saarland sei das einzige Bundesland, in dem die Förderung hoch begabter Kinder und Jugendlicher mit Unterstützung des Ministeriums durchgängig von der 1. bis zur 12. Klasse durchgeführt werde und in dem Förderung, Beratung und Qualifizierung in einer Hand lägen. Jürgen Schreier hob dabei insbesondere die im Jahr 2000 geschaffene Beratungsstelle für Hochbegabung hervor.

Neben vielfältigen schulischen Fördermaßnahmen wurden für die Förderung Hochbegabter drei Akademien eingerichtet: die SommerAkademie für die Klassenstufen 1 bis 6 (erstmals im Sommer 2002), die JuniorAkademie für die Klassenstufen 7 bis 10 (erstmals im Sommer 2003) und die Saarländische SchülerAkademie für die Klassen 11 und 12 (erstmals im Sommer 1999). Im Schuljahr 2004/05 gab es insgesamt 23 Fördergruppen mit 230 Schülern. Für das kommende Schuljahr ist die Betreuung von rund 350 Schülern in 30 bis 35 Gruppen vorgesehen.

Der Minister dankte der Beratungsstelle Hochbegabung für ihr Engagement, das wesentlich dazu beitrage, für die besonderen Belange hoch begabter junger Menschen zu sensibilisieren.


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