Kultusminister Ludwig Spaenle regt an, den Besuch der KZ-Gedenkstätten auf alle Schüler auszuweiten

"Wir tun alles, um die Demokratie zu stärken und dem Neuaufkeimen und der Ausbreitung extremistischer Ideen vorzubeugen", dies sagte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Minister Spaenle regt deshalb an, den Besuch einer KZ-Gedenkstätte bzw. der NS-Dokumentationszentren (derzeit Nürnberg, künftig auch München) auf möglichst alle Schüler auszuweiten. "Die Erfahrung des authentischen Täterortes hinterlässt tiefe Eindrücke", so Dr. Spaenle.

07.01.2009 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir müssen vor allem den Jugendlichen die Gefahren der rechts- und linksextremistischen Gruppen vor Augen führen und die Vorzüge unseres demokratischen Rechtsstaats bewusst machen", so Minister Spaenle. Die Schulen leisten bereits heute hervorragende Arbeit. An allen weiterführenden Schulen klären Lehrkräfte etwa in den Fächern Geschichte und Sozialkunde, Religion und Deutsch über totalitäre Herrschaften, das Unrechtsregime des Nationalsozialismus, die Vernichtung der Juden im Dritten Reich sowie die existenzielle Bedrohung Israels in der Gegenwart auf.

"Unsere Schüler lernen die Werte der wehrhaften Demokratie kennen und setzen sich mit den Gefahren durch extremistisches Gedankengut und Bewegungen, die dieses propagieren, auseinander."

Die meisten Schüler der weiterführenden Schulen besuchen im Rahmen des Pflichtunterrichts die KZ-Gedenkstätten oder auch das NS-Dokumentationszentrum in Nürnberg, um sich mit dem Schicksal der Opfer der totalitären Herrschaft intensiv auseinandersetzen zu können. Minister Spaenle gab die Anregungen, die Besuche der KZ-Gedenkstätten noch auszuweiten.

Auch die dem Kultusministerium zugeordnete Landeszentrale für politische Bildungsarbeit leistet durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen "unverzichtbare Aufklärungsarbeit zugunsten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung", unterstrich der Minister. In enger Zusammenarbeit mit Organisationen wie "Netzwerk Weiße Rose" oder dem "Bayerischen Bündnis für Toleranz" erfolge hier Werte- und Demokratieerziehung. Als Partner fungierten hier außerdem die "Schulen mit Courage" und der Landesschülerrat.


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