Kultusministerin Henzler ehrt hessische Schulpsychologen für ihren Einsatz in Winnenden

Für ihren Einsatz bei der Krisennachsorge in Winnenden nach dem Amoklauf an der Albertville Realschule hat die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler heute zehn hessische Schulpsychologinnen und Schulpsychologen geehrt. Stellvertretend für Ministerpräsident Roland Koch und das gesamte Kabinett dankte sie ihnen für ihre wichtige Arbeit.

22.04.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Die zehn Psychologinnen und Psychologen aus dem hessischen Schulpsychologischen Kriseninterventionsteam waren nach Winnenden entsandt worden, um ihre dortigen Kollegen zu unterstützen. Kultusministerin Henzler hatte zuvor ihrem baden-württembergischen Amtskollegen Helmut Rau ein entsprechendes Hilfsangebot gemacht. „Sie haben die Nachsorgearbeit vor Ort kompetent und hilfreich unterstützt. Sie haben Menschen in großer Not geholfen und unser Bundesland in würdiger Weise vertreten. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Landesregierung und persönlich ausdrücklich”, sagte Henzler heute in Wiesbaden.

Der Amoklauf in Winnenden habe, so die Ministerin weiter, in erschreckender Weise bewusst gemacht, dass es eine absolute Sicherheit vor solchen Ereignissen nicht gebe. „Ich möchte unsere Schulen, die ja Lebensräume für Kinder sind, an denen gelernt, gelacht und gespielt wird, nicht in Hochsicherheitstrakte verwandeln. Wir sind in Hessen mit unserem Konzept ‚Handeln in Krisensituationen’ auf hohem fachlichem und organisatorischem Niveau auf einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall vorbereitet.”

Das aus 24 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen bestehende hessische Kriseninterventionsteam sei ein Teil dieses Konzepts, an dessen Erarbeitung einige der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen selbst maßgeblich beteiligt gewesen seien.

Darüber hinaus halte sie es für dringend notwendig, so die Ministerin, alle Notfallpläne und vorbeugenden Maßnahmen immer wieder zu überprüfen und zu überdenken. Dazu forderte sie alle hessischen Schulen auf.

Abschließend appellierte Henzler an alle Personen, die zum Wohle von Kindern und Jugendlichen im schulischen und außerschulischen Leben handelten und arbeiteten, gemeinsam nach der Leitlinie vorzugehen: „Du bist wichtig für mich - ich möchte wissen, wie es Dir geht - ich höre Dir zu”.


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