Kultusministerin Karin Wolff weist Verunglimpfen der Nationalhymne durch "hinterwäldlerische" GEW-Broschüre zurück
Hessens Kultusministerin Karin Wolff ist empört über Versuche der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Deutsche Nationalhymne mit einer Broschüre herabzuwürdigen.
16.06.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"So kann mit dem Deutschlandlied nicht umgegangen werden", kritisierte sie heute in Darmstadt, Versuche der GEW "mit einer nur leicht aktualisierten Broschüre aus der Mottenkiste die Begeisterung angesichts der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land zu trüben". Die Bezeichnung als "furchtbares Loblied auf die deutsche Nation" wies die Staatsministerin als "hinterwäldlerisch " zurück. Gerade im wiedervereinigten Deutschland seien Einigkeit und Recht und Freiheit moderner und aktueller denn je.
Ankündigungen in den Medien, wonach die GEW ihre Broschüre an die hessischen Schülerinnen und Schüler verteilen wolle, wird Karin Wolff nicht tolerieren: Nach dem Erlass zum "Verteilen von Schriften, Aushänge und Sammlungen in den Schulen" vom 6. Oktober 1998 (Amtsblatt 11/98, Seite 814) sei das Verteilen von Werbematerialien an Schülerinnen und Schüler Verbänden und Gewerkschaften verboten. "Wir haben die Staatlichen Schulämter beauftragt, entsprechend zu verfahren, notfalls muss die GEW ihre Broschüre wieder einsammeln", stellte sie klar.
Im Übrigen sei bereits seit 2003 eine fundierte Darstellung zur Nationalhymne im Internetauftritt des Hessischen Kultusministeriums www.kultusministerium.hessen.de in der Rubrik Schule/Allgemeines/Unterricht/Verschiedenes zu finden, insofern gebe es für die GEW-Broschüre auch keinerlei Bedarf, erklärte die Ministerin.
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