Kultusministerin Karin Wolff zum Internationalen Tag des Lehrers:
"Der heutige Tag erinnert daran, dass an kaum einen anderen Beruf so hohe Erwartungen geknüpft werden wie an den des Lehrers. In einem zunehmend komplexeren Umfeld vervielfältigen sich die pädagogischen Aufgaben zusehends in Verbindung mit wachsenden Anforderungen. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen leisten unsere Lehrkräfte eine hervorragende Arbeit", sagte Kultusministerin Karin Wolff anlässlich des Internationalen Tages des Lehrers am 5. Oktober 2007.
05.10.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenPopulistische Lehrerschelte untergrabe die Stellung der Lehrkräfte und verbiete sich von selbst. Es könne nicht sein, dass die Schuld für gesellschaftliche Defizite allein bei den Lehrkräften gesucht werde. Stattdessen müsse die Gesellschaft den Lehrerberuf wertschätzen, damit wieder mehr junge Menschen bereit seien, diesen Beruf zu ergreifen und sich den Anforderungen wie auch den Möglichkeiten stellen würden. "Es ist eine Tatsache, dass es sich um einen anspruchsvolle Tätigkeit handelt, die das Gleichgewicht zwischen der Wissensvermittlung auf der einen Seite, aber auch einer zunehmend erzieherischen Funktion andererseits herstellen muss. Dafür besteht aber wie in kaum einem anderen Beruf die Chance, das Leben und die Kultur einer zukünftigen Generation mitzuprägen", betonte die Kultusministerin.
Hintergrund:
Der 5. Oktober wird alljährlich als Weltlehrertag begangen. Er soll weltweit an die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen für die Erziehung und Ausbildung der jungen Generation sowie an den Beitrag des Berufsstandes zur Entwicklung der Gesellschaften erinnern. Die Initiative zur weltweiten Würdigung des Lehrerberufes geht auf einen Beschluss von UNESCO, ILO und Education International (EI) zurück. Im vergangenen Schuljahr 2006/07 waren rund 55.175 hauptberufliche Lehrkräfte an Hessens allgemein-bildenden und beruflichen Schulen; das waren knapp 3.900 oder 7,6 Prozentpunkte mehr als im Schuljahr 1999/00. Von den hauptberuflichen Lehrkräften waren gut 39,8 Prozent teilzeitbeschäftigt. Dieser Anteil ist gegenüber dem Schuljahr 1999/00 um 7,3 Prozentpunkte gestiegen. In demselben Zeitraum sank dagegen die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 0,2 Prozentpunkte. Rund 63 Prozent der Lehrkräfte waren Frauen. Dieser Anteil ist gegenüber 1999/00 um rund 5 Prozentpunkte gestiegen. An den teilzeitbeschäftigten Lehrkräften waren Frauen mit 83,9 Prozent überproportional stark vertreten; auch bei den vollzeitbeschäftigten Lehrkräften bildeten die Lehrerinnen mit 52 Prozent die Mehrheit.
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