Kultusministerium und Regierung von Unterfranken informieren Schulleiter über den Weg, durch Serviceagenturen Aushilfslehrkräfte zu finden

Zum Schuljahr 2007/2008 hat Bayerns Kultusministerium Schulen im Regierungsbezirk Unterfranken erstmals im Rahmen eines Pilotprojekts die Möglichkeit eröffnet, Personaldienstleistungsunternehmen einzuschalten, um Aushilfslehrkräfte zu gewinnen. Dazu wurden den Schulen jeweils 5.250 € für das laufende Schuljahr zugewiesen. Am 16. Oktober bieten das Bayerische Kultusministerium und die Regierung von Unterfranken eine Informationsveranstaltung für Schulleitungen an.

15.10.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Amtschef des Bayerischen Kultusministeriums, Ministerialdirektor Josef Erhard, weist im Vorfeld der Veranstaltung darauf hin: "Die Inanspruchnahme einer Vermittlung von Personal durch Serviceagenturen stellt eine zusätzliche Möglichkeit dar, damit der Unterricht gehalten werden kann." Er ergänzt: "Wir wollen keine Möglichkeit ungeprüft lassen, den Unterricht zu sichern."

Lehrkräfte werden im Freistaat Bayern auch künftig durch den Staat eingestellt - in aller Regel im Beamtenverhältnis. Um den Unterricht im Einzelfall sicherzustellen und Unterrichtsausfall etwa aufgrund von Krankheit zu verhindern, hat das Kultusministerium den Realschulen, Gymnasien und Beruflichen Schulen aber im laufenden Schuljahr zusätzliche Möglichkeiten angeboten. So wurden den Schulen zum Beispiel nicht unerhebliche Mittel zugewiesen, mit denen sie selbst Aushilfslehrkräfte anstellen können. Die Schulen wurden im Frühjahr 2007 gebeten, geeignete Personen wie Lehrer in Teilzeit, in Erziehungszeit und gerade pensionierte Lehrkräfte sowie Akademiker mit der entsprechenden fachlichen Qualifikation in ihren Vertretungspool aufzunehmen. Dazu erhalten Realschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen je nach Größe zwischen 10.000 und 30.000 €. An Volksschulen werden zu Spitzenzeiten 2180 Mobile Reserven, also ausgebildete Lehrkräfte eingesetzt.

In Unterfranken wurde im Oktober 2007 zusätzlich das Pilotprojekt gestartet, Personaldienstleistungsunternehmen bei der Suche nach Aushilfslehrkräften zu konsultieren.

Die Anforderungen an die Vertretungskräfte unterscheiden sich nach Angaben des Personalchefs des Ministeriums, Ministerialdirigent Josef Kufner, nicht von denen für die übrigen Vertretungskräfte. Auch die Anforderungen an die Persönlichkeit entsprechend diesen. Um so genanntes "Lohndumping" auszuschließen, wurde festgelegt, dass die auf diesem Wege gewonnen Arbeitnehmer mindestens Tariflöhne erhalten müssen. Das Pilotprojekt ist mit dem Hauptpersonalrat für den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums abgestimmt.

Während der einjährigen Laufzeit des Projekts wird geprüft, ob die Inanspruchnahme von Personaldienstleistern den Schulen bei der Überbrückung kurzfristigen Personalbedarfs helfen kann, und damit auf ganz Bayern übertragbar ist.


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