Lehren lässt sich lernen
Der Bundeselternrat traf sich in Potsdam zu einer dreitägigen Fachtagung zur Lehrerbildung. Über 40 Elternvertreter und Elternvertreterinnen aus allen Bundesländern diskutierten mit Prof. Dr. Maria Hallitzky von der Universität Leipzig und dem Direktor des Thüringer Instituts für Lehrerbildung, Dr. Andreas Jantowski, welchen Kriterien Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrern genügen müssen, damit die Lehrer das nötige Rüstzeug für ihren Beruf erhalten und den sich ständig wandelnden Anforderungen an guten Unterricht gewachsen sind.
25.09.2012 Pressemeldung BundeselternratDie Eltern fordern unter anderem, dass alle Hochschulen die in der Kultusministerkonferenz beschlossenen Lehrerbildungsstandards anwenden. Sie plädieren für einen größeren Anteil an Praxis in der Lehrerausbildung und wollen die Pädagogik gegenüber der Fachwissenschaft im Studium deutlich aufgewertet wissen. Professionelle Elternfortbildung und gemeinsame Fortbildungen von Eltern und Lehrern halten sie für unverzichtbar für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrern.
Die Teilnehmer haben das Ergebnis der Tagung in einer Resolution zusammengefasst:
Resolution
Ausschüsse für Hauptschule, Gymnasien und berufliche Schulen 21.-23. September 2012
Mit guter Aus- und Weiterbildung zum idealen Lehrer?
Das Gelingen guter Ausbildung ist eine Frage der Haltung!
Die Qualität des Unterrichts steht und fällt mit der Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer. Faktoren wie die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer spielen für den Unterricht eine große Rolle. Genauso wichtig ist es, dass Lehrer und Eltern an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen.Hierbei müssen gegenseitige Wertschätzung und die Frage nach den Bedürfnissen aller Beteiligten im Mittelpunkt stehen. Um dies in die Praxis umzusetzen, sind folgende Kriterien in der Lehrerausbildung verbindlich:
- Bundeseinheitliche Ausbildung und Vergütung aller Lehrer, unabhängig von der Schulform
- Gleichwertigkeit der fachlichen und pädagogischen Ausbildungsanteile; hier sind Kommunikationsfähigkeit, Konfliktmanagement und soziale Kompetenz besonders hervorzuheben
- Umsetzung der verbindlichen Lehrerbildungsstandards und ein hoher Praxisanteil vor und während des Lehramtsstudiums
- Erstellung und Festschreibung eines Fortbildungskonzeptes im Rahmen des Qualitätsmanagements für jede Schule
- Aus-, Fort- und Weiterbildung müssen sich an aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft orientieren, z. B. an Inklusion, Medienkompetenz, Zielvereinbarungen, Elternmitwirkung
- Institutionalisierte und gemeinsame Fortbildung von Lehrern und Eltern
Lehrerinnen und Lehrer, die gut auf die Anforderungen ihres Berufes vorbereitet werden, sind engagierte Lehrkräfte. Sie verstehen sich als aktiver Partner in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.
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