Ministerin Barbara Sommer drückt Zehntklässlern für die zentralen Prüfungen die Daumen

Zum ersten Mal absolvieren Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen in diesem Schuljahr zentrale Prüfungen am Ende der Klasse 10. Alle rund 195 000 Zehntklässler in rund 2150 Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien nehmen ab diesem Freitag an den Prüfungen teil.

26.04.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Schülerinnen und Schüler werden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit landesweit einheitlichen Aufgabenstellungen schriftlich geprüft. Dabei kann im Gymnasium oder in der Gesamtschule das Fach Englisch auf Wunsch einer Schülerin oder eines Schülers durch Latein, Französisch, Italienisch oder Spanisch ersetzt werden, wenn diese Fremdsprache ab Klasse 5 unterrichtet wurde.

Die Zeugnisnote in den drei Prüfungsfächern ergibt sich zur einen Hälfte aus der Note der zentralen schriftlichen Prüfung und zur anderen Hälfte aus den im gesamten vorausgehenden Schuljahr erbrachten mündlichen und schriftlichen Leistungen im Unterricht. Über den Schulabschluss wird auf der Basis der Leistungen in allen, nicht nur in den Prüfungsfächern, entschieden. Die Prüfungstermine sind: 27. April Deutsch, 2. Mai Mathematik und 4. Mai Englisch oder eine andere Fremdsprache.

Schulministerin Barbara Sommer: "Ich drücke allen Schülerinnen und Schülern die Daumen. Sie können sicher sein, dass alle Beteiligten optimal vorbereitet sind."

Für jedes Prüfungsfach standen den Jugendlichen und ihren Lehrerinnen und Lehrern frühzeitig erprobte Beispielaufgaben zur Verfügung, mit deren Hilfe sie sich auf die zentralen Prüfungen vorbereiten konnten. Barbara Sommer: "Die Aufgabenformen sind den Schülerinnen und Schülern aus den bisherigen Klassenarbeiten vertraut. Es muss niemand fürchten, mit Unvorhersehbarem konfrontiert zu werden."

Die Prüfungsaufgaben werden nach dem gleichen – und inzwischen bewährten – Verfahren wie im Zentralabitur über das Internet zum Download bereit gestellt. Selbstverständlich muss auch die Bewertung der Prüfungsarbeiten möglichst vergleichbar sein. Die Arbeiten werden deshalb auf der Grundlage vorgegebener Kriterien von der jeweiligen Fachlehrkraft und einer weiteren Lehrkraft der Schule korrigiert und bewertet. Mündliche Prüfungen finden nur statt, wenn das Prüfungsergebnis deutlich von den bisherigen Leistungen abweicht oder wenn eine Schülerin oder ein Schüler sich freiwillig meldet.

Nach dem Zentralabitur wird damit auch in NRW eine zweite Ebene zentraler Prüfungen eingeführt. Sie sichern am Ende der Sekundarstufe I die von der Kultusministerkonferenz festgelegten Bildungsstandards und sorgen für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit bei der Vergabe des Hauptschulabschlusses nach Klasse 10 und des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife).


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