Neue Lehrerprognose für den Freistaat Bayern

Die Chancen, als Lehrkraft vom Freistaat Bayern eingestellt zu werden, sind gegenwärtig in den meisten Schularten gut. Am besten gestalten sie sich an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Die Situation wird sich allerdings in den kommenden Jahren verändern. Dies lässt sich der aktuellen "Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern" entnehmen.

28.11.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Lehrkräfte, die Mathematik, Physik oder Informatik studiert haben, finden an Realschulen und Gymnasien auch in den kommenden Jahren sehr gute Einstellungschancen vor", betonte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Gut sind die auch Aussichten für Lehrkräfte an beruflichen Schulen in den Fachrichtungen Metalltechnik sowie Elektro- und Informationstechnik.

"Wer gerne unterrichten will und Lehrer werden möchte, der sollte diesen Weg einschlagen – allerdings Schulart und Fachrichtung mit in den Blick nehmen", ermuntert der Kultusminister zur Aufnahme des Lehramtsstudiums und ergänzt: "Gute und engagierte Pädagogen sind wichtig für die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen."

Studierende sollten sich bei der Wahl des Lehramts und der Fächerverbindung genau informieren: Die erwartete Bewerberlage beim Lehramt an Sonderschulen und im Bereich der beruflichen Schulen entspricht weitgehend dem prognostizierten Bedarf. An Hauptschulen und mittelfristig auch an Grundschulen wird es einen Engpass geben. Bei Realschulen und Gymnasien zeichnet sich in einigen Fächerkombinationen ein Überangebot ab, so zum Beispiel bei modernen Fremdsprachen in Verbindung mit einem gesellschaftspolitischen Beifach.

Die Lehrerbedarfsprognose, die jährlich vom Statistikreferat im Kultusministerium erstellt wird, basiert auf der aktuellen Schülerprognose sowie Veränderungen der Studienanfänger- und Absolventenzahlen. Reformen wie der Ausbau an Ganztagsschulen und die Senkung der Klassenhöchststärke sowie das Auslaufen des neunjährigen Gymnasiums sind in der aktuellen Modellrechnung berücksichtigt. Verhaltensänderungen bei Schülern, Eltern, Lehrern und Studenten oder wirtschaftliche Ereignisse bzw. politische Entscheidungen erschweren eine konkrete Berechnung des Lehrerbedarfs.

Studienwillige sollten sich aber nicht nur von den Anstellungschancen leiten lassen. "Lehrer leisten eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft der Zukunft, sie bilden unsere Kinder und Jugendlichen aus und brauchen die Begeisterung", so Minister Spaenle abschließend. Lehrer sollten an Schulen und in Fächern unterrichten, die ihren Neigungen entsprechen.

Die aktuelle Prognose zum Lehrerbedarf ist im Internet einzusehen unter www.stmuk.bayern.de/km/schule/statistik/lehrerbedarf/index.shtml oder schrittweise auf der Seite des Kultusministeriums www.km.bayern.de über den Menüpunkt "Schule" und den Untermenüpunkt "Statistik".


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