Neuordnung der gymnasialen Lehrplanarbeit

Im Frühjahr 2008 hatte die Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp-Karrenbauer, aufgrund kritischer Rückmeldung das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) Berlin gebeten, die saarländischen Gymnasiallehrpläne inhaltlich zu überprüfen. Ziel des Gutachtens war es, offen und konstruktiv kritisch die saarländischen Gymnasiallehrpläne zu analysieren.

23.06.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Das Gutachten, in dem die Ergebnisse der fachspezifischen Stellungnahmen eingeflossen sind, kam zu dem Ergebnis, dass das Saarland in den vergangenen Jahren einen guten und Erfolg versprechenden Weg eingeschlagen hat, die Lehrpläne des achtjährigen Gymnasiums fortzuentwickeln. Das Gutachten sieht aber auch Handlungsbedarf und gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Lehrpläne.

Die saarländische Landesregierung wird die Empfehlungen des IQB konsequent umsetzen. Entsprechende Maßnahmen sind nach dieser Analyse bereits ergriffen worden. Die Lehrpläne werden einer Überarbeitung unterzogen. Diese Überarbeitung soll in einem systematischen, über die Fächergrenzen hinweg gut koordinierten Prozess erfolgen. Dieser umfasst unter anderem diese Punkte:

  • Gründung des Lehrplanbeirats im Mai 2009: Der Lehrplanbeirat beschäftigt mit den Fragen, welchen Aufbau die Lehrpläne grundsätzlich haben, wie detailliert die Vorgaben in den Plänen zukünftig sein sollen und in welchem Zeitraum und in welcher Reihenfolge die Pläne sinnvollerweise umgestaltet werden. Dem Beirat gehören unter anderem Schulleiter, Eltern, Schüler, Fach-Wissenschaftler und Lehrplanexperten aus Bayern und Sachsen an.

  • Einrichtung des Schulleitergremiums: Das Schulleitergremium wird regelmäßig über den Stand der Lehrplanarbeit informiert und stellt eine Verbindung zwischen Schulen und Kommissionen dar.

  • Berufung der Lehrplankommissionen: Mit Beginn des neuen Schuljahres nehmen die Lehrplankommissionen ihre Arbeit auf. Sie werden zukünftig von Fach-Wissenschaftlern beraten.

"Ziel ist es, die Inhalte auf den unverzichtbaren wesentlichen Kern der Fächer zu reduzieren", sagt Kramp-Karrenbauer, "damit ist eine deutliche Ausweitung der Gestaltungsspielräume für die Schulen gegeben." Die Lehrpläne für die Sekundarstufe I sollen innerhalb von zwei Jahren überarbeitet sein.


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