Noch immer finden sich Schadstoffe in hessischen Schulgebäuden
Die GEW Hessen fordert, schadstoffhaltige Baumaterialien an Schulen durch unbelastete zu ersetzen. "Es kann nicht angehen, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, wenn sie die Schule besuchen", so die stellvertretende Vorsitzende Carmen Ludwig.
11.10.2006 Hessen Pressemeldung GEW HessenAktueller Anlass der Forderung ist der Zustand der 1978 erbauten Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach. Die Außenwände und die Fußböden dieser Schule bestehen aus asbesthaltigen Materialien, die bei Verwitterung, Abrieb oder Beschädigung krebsauslösende Fasern freisetzen können. "Dafür gibt es keine Grenzwerte, unterhalb derer kein Risiko besteht. Eine einzelne Faser kann genügen, um Lungenkrebs auszulösen", so Jürgen Jäger, Umweltbeauftragter der GEW Hessen.
In der Käthe-Kollwitz-Schule sollen demnächst weitere Sanierungsmaßnahmen stattfinden. Wie Michael Köditz, Leiter der AG Arbeitschutz des Offenbacher Gesamtpersonalrats, berichtet, sollen nach Angaben der Stadt Offenbach die asbesthaltigen Brandschutzklappen in der Lüftung im Keller der Käthe-Kollwitz-Schule bis 2007 ausgetauscht werden.
Auf einer Gesamtkonferenz der Schule, zu der auch Vertreter der Stadt eingeladen waren, forderten die Lehrkräfte unter anderem, dass
- die Käthe-Kollwitz-Schule im Detail auf asbesthaltiges Material untersucht werden soll;
- die Käthe-Kollwitz-Schule umfassend auf PCB untersucht werden soll;
- alle defekten schadstoffhaltigen Materialien sofort ausgetauscht werden.
Doch das Problem der Schadstoffe in Schulgebäuden betrifft zahlreiche Schulen in Hessen. Für weitere Schulen ist eine umfassende Sanierung dringend erforderlich.
"Die GEW Hessen unterstützt die Forderungen des Kollegiums der Käthe-Kollwitz-Schule und erwartet, dass Schulen schon bei einem Anfangsverdacht entsprechend untersucht und zügig saniert werden", so die stellvertretende Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft abschließend.
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