Schulen in B-W

Öffentliche allgemeinbildende Schulen in Baden-Württemberg: Fast jeder Fünfte mit Migrationshintergrund

Unter den rund 1,057 Mill. Schülerinnen und Schülern an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen [1] des Landes im Schuljahr 2012/13 sind gut 197 400 mit Migrationshintergrund. Dies entspricht fast einem Fünftel (18,7 Prozent) der Schülerschaft. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde der Migrationshintergrund im Rahmen der Amtlichen Schulstatistik im Schuljahr 2012/13 erstmals an den öffentlichen Schulen erhoben.

12.07.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Einen Migrationshintergrund hat, wer mindestens eines der folgenden Merkmale erfüllt:

  • Keine deutsche Staatsangehörigkeit
  • Nichtdeutsches Geburtsland
  • Nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie bzw. im häuslichen Umfeld (auch wenn der Schüler/die Schülerin die deutsche Sprache beherrscht).[2]

In den einzelnen Schularten sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sehr unterschiedlich vertreten. Mit 35,1 Prozent weisen die öffentlichen Werkreal-/Hauptschulen den höchsten Wert auf, gefolgt von den öffentlichen Sonderschulen mit 30,2 Prozent. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an den öffentlichen Realschulen liegt bei 14,7 Prozent. Vergleichsweise gering ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an den öffentlichen Gymnasien mit 10,0 Prozent. An den öffentlichen Grundschulen (einschl. Grundschulen im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule) hat gut jedes fünfte Kind (20,6 Prozent) einen Migrationshintergrund.

Die gut 197 400 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen setzen sich zusammen aus rund 104 700 Ausländern (das heißt, sie besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit) und gut 92 700 Deutschen mit Migrationshintergrund. Letztere besitzen zwar die deutsche Staatsangehörigkeit, sind aber nicht in Deutschland geboren und/oder die Verkehrssprache in der Familie oder im häuslichen Umfeld ist nicht deutsch.

Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an den Schülerinnen und Schülern der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen liegt 2012/13 bei 9,9 %.

Erwartungsgemäß streuen die Anteile der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen sehr stark. Spitzenreiter ist der Stadtkreis Stuttgart mit 39,0 Prozent, gefolgt von den Stadtkreisen Heilbronn und Mannheim mit 35,6 bzw. 35,0 Prozent. Schlusslicht ist der Landkreis Biberach mit 9,1 Prozent.

[1] Ohne 2. Bildungsweg; Stand: 17. Oktober 2012 (Stichtag).
[2] Gemäß Definition der Kultusministerkonferenz. Vgl. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland – Kommission für Statistik: Definitionenkatalog zur Schulstatistik 2012, S. 29.


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