"Politik-Check Schule" mit vielen Fragezeichen
Die heute vorgelegte Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt, so Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) in einer ersten Einschätzung der Ergebnisse. "Die zum Teil willkürlichen Festlegungen, was an Schule gut und was als schlecht zu bewerten ist, sind nicht hilfreich. Schule darf nicht nur durch die wirtschaftspolitische Brille betrachtet werden."
27.05.2008 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumAm augenscheinlichsten seien die Widersprüche bei den Gesamtergebnissen: Während die PISA-Sieger Bayern, Baden-Württemberg Sachsen und Thüringen mit den schlechtesten Noten bedacht würden, bescheinige der Bildungsmonitor 2007, der ebenfalls von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im Herbst letzen Jahres herausgegeben wurde, diese Länder als "Spitzenquartett in Deutschland", so Minister Müller. "Bedenkt der Bildungsmonitor 2007 Thüringen noch mit Superlativen wie ´die besten Betreuungsbedingungen´ und ´die am besten ausgebaute Förderinfrastruktur Deutschlands´, bemerkt die heute vorgelegte Studie lapidar, Thüringen habe Nachholbedarf bei der Förderung Hochbegabter. Diese Widersprüche machen eine sachliche Bewertung der Studie fast unmöglich."
"Das Entwicklungsvorhaben ´Eigenverantwortliche Schule´, das seit 2004 an mehr als 160 Schulen umgesetzt wird, wird durch eine stärkere Verbreitung noch mehr zur Verbesserung von Unterrichts- und Schulqualität beitragen. Wir werden auch weiterhin an der Freiwilligkeit festhalten. Alle 1.044 Schulen im Freistaat machen Ganztagsangebote, 694 davon sind Ganztagsschulen. Auch in diesem Bereich braucht sich Thüringen den Vergleich nicht zu scheuen. Allerdings sind wir nicht der Meinung, dass die Ganztagschule flächendeckend verpflichtend sein sollte. Wir unterbreiten Angebote und lassen die Eltern entscheiden", so Minister Müller abschließend.
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