Prävention und Sicherheit weiter verstärkt

"Bayern unternimmt enorme Anstrengungen, um Gewalt an Schulen vorzubeugen und zu einem sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Medien zu erziehen." Dies betonte Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider heute im Anschluss an die Sitzung der Bayerischen Staatsregierung in München. Die Statistiken des Landeskriminalamts bestätigen den Erfolg der Arbeit, den auch bayerische Schulen leisten, um Gewalt vorzubeugen bzw. einzudämmen.

22.11.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der offiziellen Statistik des Landeskriminalamts ist für den Zeitraum von 2004 bis 2005 ein Rückgang der Straftaten an Schulen von 10.407 im Jahr 2004 auf 9.580 im Jahr 2005 zu entnehmen.

Konkret nennt Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider folgende Aktivitäten im Schulwesen des Freistaats:

  1. Bayerns Schulen arbeiten mit Hilfe von rund zwei Dutzend Projekten daran, die Persönlichkeit der Schüler zu stärken und damit Gewalt- und Suchtprävention zu leisten. Zu den Programmen, die speziell auf Gewaltprävention abzielen, gehören u.a.: Prävention im Team, "zammgrauft", Faustlos sowie Streitschlichterprogramme.

  2. Jede bayerische Schule hat seit 2003 ein individuelles Sicherheitskonzept entwickelt. Dies kann je nach Schule folgende Punkte umfassen:

- verhaltensorientierte Präventionsmaßnahmen (z.B. Vorgehen bei möglichen Notfällen, Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei, Elternanruf bei Fehlen der Schüler, Kontrolle von Schulfremden),

- sicherungstechnische Maßnahmen (z.B. Einbau von Türen mit selbstverriegelten Schlössern, Abschließen von Nebeneingangstüren, stiller Alarm mit Gegensprechanlagen in jedem Klassenzimmer, ausreichende Beleuchtung),

- organisatorische Vorarbeiten (z.B. Bildung schulinterner Krisenteams, Notfälle einschätzen und fallbezogen handeln, Erste Hilfe sicherstellen).

3. In Bayern ist die Medienerziehung in den Lehrplänen aller Schularten verankert. Sie wird fächerübergreifend vermittelt und zielt auf einen sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Medien ab. Die meisten Schulen bieten ergänzend Projekte und Elternabende zu ausgewählten medienpädagogischen Themen an. Das Kultusministerium hat unter dem Titel "Medienwelten" eine umfassende Handreichung herausgegeben, die mittlerweile schon in der zweiten Auflage erschienen ist. Sie wurde an alle Schulen im Freistaat verteilt.

4. In Bayern unterstützen 537 Schulpsychologen und rund 2600 Beratungslehrkräfte die Schüler, Eltern und Lehrkräfte im Erziehungs- und Bildungsprozess. Außerdem bestehen derzeit 94 staatlich geförderte Stellen der Jugendsozialarbeit an Schulen, die die soziale Integration junger Menschen fördern.

Am frühen Nachmittag hatte der Minister das neue Internetportal "Gewaltprävention" auf der Startseite des Bayerischen Kultusministeriums freigeschaltet. Das Portal wurde in einem mehrjährigen Prozess von Experten aus Schule und Wissenschaft erarbeitet und unterstützt nun Schulen und Eltern in ihrer Erziehungs- und Bildungsarbeit. Das Portal ist zu erreichen über: http://www.km.bayern.de/gewaltpraevention.


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