Projekte zur Förderung des musikalischen Lebens an hessischen Schulen vorgestellt

"Musik für Kinder und Jugendliche zum Erlebnis machen" ist nach den Worten von Kultusministerin Karin Wolff ein zentrales Anliegen von schulischer Bildung heute. Anlässlich eines Jugendkonzerts in der Frankfurter Alten Oper unterstrich Wolff die Bedeutung des 2003 gegründeten Netzwerks "Musik und Schule". Die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk und die Nähe zu den Musikern des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt seien, so Wolff, "ein überzeugender und erfolgreicher Weg, Jugendliche auch für die klassische Musik zu gewinnen."

19.11.2004 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Im Rahmen ihrer Eröffnungsrede für das zweite Jugendkonzert des Radio-Sinfonie-Orchesters dieser Saison stellte die Kultusministerin heute in Frankfurt die soeben erschienene Broschüre "Musik entdecken- Musik machen" vor, die von "Klasse musiziert" bis "Oper in die Schule" erstmals einen Überblick über die wichtigsten landesweiten Initiativen zur Förderung des musikalischen Lebens an Schulen gibt.

"Unser Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche sich für die ganze Bandbreite der musikalischen Kultur öffnen. Und den Zugang zur Musik finden natürlich am ehesten jene, die selber Musik machen", erklärte Wolff. Deshalb seien zahlreiche der vom Kultusministerium geförderten Projekte darauf gerichtet, dass Kinder und Jugendliche ein Instrument für sich entdecken, gemeinsam singen und mit Klängen experimentieren. "Aktiv zuhören und die Sprache der Musik mit der eigenen Phantasie und Kreativität verbinden" nennt die Ministerin als weiteres wichtiges Anliegen des musikalischen Lebens an Schulen.

Von besonderer Bedeutung sei auch die Nähe zu den Musikern selbst. Wolff: "Schule ist ein ganz wichtiger Mittler für viele Kinder und Jugendliche, die sonst nie in ein Konzert oder in die Oper gingen." Entscheidend sei allerdings, dass die Musikschaffenden selber auf ihr Publikum zugingen, und da habe sich in den letzten Jahren viel getan. Ein neuer Dirigententypus, wie er etwa durch Hugh Wolff oder Daniel Harding verkörpert werde, stehe einem jugendlichen Publikum sehr offen und interessiert gegenüber.

"Musik lebt durch die, die sie machen", betonte die Ministerin. Darum begrüßte sie, dass Musiker wie die des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt inzwischen immer häufiger an Schulen zu Gast sind, über ihre Arbeit sprechen, oder, wie im Response-Projekt, mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam komponieren, um sie mit den Klangwelten zeitgenössischer Musik vertraut zu machen. Wolff: "Manchmal muss eben der Berg zum Propheten kommen", z.B. wenn junge Musiker im Kleinbus die "Oper in die Schule" tragen, oder wenn Musikschullehrkräfte in die allgemeinbildende Schule kommen, um die Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, die sonst vielleicht nie den Weg in die Musikschule fänden.

Hinweis: Die Broschüre "Musik entdecken- Musik machen" geht in diesen Tagen an alle Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I. Eine jeweils aktualisierte Form ist über die Homepage des Hessischen Kultusministeriums www.kultusministerium.hessen.de abrufbar.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden